Read Der Tod des Empedokles: Ein Trauerspiel in fünf Akten by Friedrich Hölderlin Online

der-tod-des-empedokles-ein-trauerspiel-in-fnf-akten

Friedrich H lderlin Der Tod des Empedokles Ein Trauerspiel in f nf Akten Edition Holzinger Taschenbuch Berliner Ausgabe, 2017, 4 Auflage Durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger Textgrundlage ist die Ausgabe Friedrich H lderlin S mtliche Werke Kleine Stuttgarter Ausgabe, 6 B nde, Band 4, Herausgegeben von Friedrich Beissner, Stuttgart Cotta, 1962 Herausgeber der Reihe Michael Holzinger Reihengestaltung Viktor Harvion Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes Pastell von Franz Karl Hiemer, 1792 Gesetzt aus der Minion Pro, 10 pt....

Title : Der Tod des Empedokles: Ein Trauerspiel in fünf Akten
Author :
Rating :
ISBN : 1483939472
ISBN13 : 978-1483939476
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : CreateSpace Independent Publishing Platform 26 M rz 2013
Number of Pages : 130 Seiten
File Size : 591 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der Tod des Empedokles: Ein Trauerspiel in fünf Akten Reviews

  • Sonja Pasche
    2018-11-29 09:48

    Das Buch ist zwar intakt und gut lesbar, aber an der oberen Kante durch wahrscheinlichen Kontakt mit Flüssigkeiten stark vergilbt.Als gebraucht - okguter Zustand - eher weniger..Funktioniert einwandfrei, sieht nur nicht hübsch aus.

  • kpoac
    2018-11-17 12:47

    "Das Pathos des Sängers ist nicht die betäubende Naturmacht, sondern die Mnemosyne,die Besinnung und gewordene Innerlichkeit, die Erinnerung des unmittelbaren Wesens."(Hegel in: Phänomenologie des Geistes)Friedrich Hölderlin (1770-1843) hat sich von 1797 bis 1800 an dieses Drama gewagt. Es ist ein Fragment geblieben, trotz der drei Fassungen, die er im Jahre 1800 vorläufig beendete. Vor diesem Stück schrieb er Hyperion, dachte aber zeitgleich an Empedokles. "Da fiel mir der große Sizilianer ein, der einst des Stundenzählens satt, vertraut mit der Seele der Welt, in seiner kühnen Lebenslust sich da hinabwarf in die Flammen ..."(Kap. 66). So beendet, ist Hyperion der Anfang von Empedokles.Der historische Empedokles, ein Vorsokratiker, lebte von 484-424 v.Chr. an "Akragas Ufern". Diogenes Laertius berichtet in seinem achten Buch von den Versen Empedokles, ("Ich aber wandle vor euch als unsterblicher Gott, und, erhaben über das Sterbliche, werd ich von allen verehrt"), von dem Lehrgedicht über die Natur und von den Berichten über seinen Tod. Dieser Berichterstatter der Leben und Meinungen berühmter Philosophen beschrieb den historischen Hintergrund für Hölderlins Tragödie.Hölderlin schreibt seine Tragödie ca. 10 Jahre nach der Revolution, inmitten der Aufklärung und der herannahenden Romantik. Das griechische Ideal gewinnt erneut an Bedeutung und mit ihm die Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?, nämlich, wie sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien? Diese griechische Botschaft ist nicht mehr als die Aufforderung der Sorge um sich. So wie die Aufklärung nicht Ende der Revolution, sondern Neuanfang des Menschen zu bedeuten hat, sieht Hölderlin auch im Empedokles den Macher, der die Menschen aus der Erinnerung in eine neue Zeit heben will. Eine Zeit, die der Götter entbehrt und sich selbst mit diesen Attributen belegt. Hölderlins Empedokles handelt so und wird verehrt, solange nicht die geistlichen Strategen der Vergangenheit diese als die Basis der Zukunft überzeugend herbeireden können. Empedokles wird als homo sacer der Stadt verwiesen, die Vergangenheit der Knechtschaft gewinnt über den Geist der Eigengestaltung. Zunächst, bis den Menschen die Wichtigkeit des eigenen Lebens bewusst wird und sie die Ideen Empedokles begreifen.Hölderlin hebt hier deutlich ab auf die Differenzierung der innern gegenüber der äußeren Bestimmung des Menschen. Seine Beeinflussung durch die Philosophie der Zeit ist mehr als deutlich. (Hegel, Fichte, Kant) Dieser Ansatz einer Interpretation bestimmt die gesellschaftskritische Seite Hölderlins im Sinne der Individualität des Menschen in seinem Bezug zur Gesellschaft. Freiheit und Gleichheit Rousseauscher Prägung sind in den Zeilen als ambivalente Gegenspieler zu spüren.Der religions-philosophische Aspekt liegt im Tode von Empedokles. Ob sich Leben lohne oder nicht, ist die alte Frage der Existentialisten. Camus gibt manche Auskunft. Inwieweit der Freitod schon zu Zeiten der Antike von Bedeutung ist, wissen wir seit Platons Phaidon. Sokrates trank den Schierlingstrunk, mahnte aber zuvor, dass der freiwillige Tod unerlaubte Maßnahme sei, das von Göttern Gegebene vom Leben zu trennen. Die Monotheismen geben gleiche klare Botschaft und maßregeln den Freitod. Auch wenn Petronius schrieb, mache man genau Bilanz, sei überall nur Schiffbruch zu vermelden und daraus den Schluss zog, der Bilanzselbstmord sei rechtens, gilt diese Annahme nicht im allgemeinen. Schopenhauer (in P&P II, §158) konnte nur die Schrecknisse des Lebens mit denen des Todes vergleichen und die Differenz als Entscheidungskriterium definieren.Die Frage, ob Hölderlin über den Tod Empedokles schreibt oder über den Tod an sich, ist somit bedeutsam. Gehen nicht alle Helden einer Tragödie (außer Ödipus) mehr oder weniger in den Tod? Empedokles stürzte sich der Überlieferung nach in die Flammen des Ätnas. Er betrachtete seinen Tod "als eine Notwendigkeit, die aus seinem innersten Wesen folgte" obwohl auch Hölderlin weiß, dass in allen Religionen wie philosophischen Abhandlungen (Phaidon), die Selbsttötung vehement abgelehnt wird. So kann er nur den Schüler Empedokles, Pausanias, eine Erklärung geben lassen: "Den furchtbarn Wanderer, ihn, dem allein / Beschieden ist, den Pfad zu gehen mit Ruhm, / Den ohne Fluch betritt kein anderer". Hier sieht Hölderlin seine Aufgabe, nämlich Empedokles als Mensch zu zeigen, der sich göttergleich gezeigt hat und in seiner eigenen Überhöhung scheitert an der Zustimmung der Mitmenschen, die sich nicht gespiegelt sahen. Sein innerstes Wesen ist die Bestimmung der Natur ("was wär es / Dies tote Saitenspiel, gäb ich ihm Ton / Und Sprach und Seele nicht"). Empedokles will göttergleich im Dienst der Götter und Natur stehen, mit dem Ziel, deren Erscheinung zu vollenden, wie ein jeder Mensch seit Pindars Ode werden solle, was er ist. ("Sei, der du. bist"; 2. Pythische Ode, IIIc)Nun stehen dem Willen eine mögliche Anmaßung und auch das Scheitern gegenüber. Hölderlin zeigt, dass das reine Leben zu einer Erkenntnis zu bringen ist und dass es eine Tragödie ist, die Natur als das Unbegrenzte, Unbegreifliche zu wissen, aber zu erniedrigen zu einer herrnbedürftigen Magd. ("... zur Magd ist mir / Die herrnbedürftige Natur geworden. / Und hat sie Ehre noch, so ists von mir.") Wenn Hölderlin Empedokles als Herrn über die Natur erheben will, setzt er alle Menschen herab. Hier zeigt sich wie oben schon gesagt der Aspekt, dass der Mensch sich der Natur zu sehr überließ und sein Wesen und sein Bewusstsein vergaß. Dass Empedokles am Ende feststellen musste, dass die Natur und auch Götter seiner Dienste nicht bedürfen, liegt auf der Hand. Hölderlin musste zeigen, dass Natur nicht des Menschen bedarf und der Beweis liegt im Tod. Und so konnte Empedokles die Vollendung seines Dienstes nur in der Offenbarung gegenüber der Natur beweisen, der selbst gewählte Tod entsprach der Notwendigkeit des innersten Wesens, wie es sich Hölderlin vorstellen konnte. "Das Leben [...] / trinkt, wie mein Held, doch auch / Am Todeskelche sich glücklich!" (Panthea)FazitIm Feuer des Vulkans zu verschwinden, heißt, sich bis in seinen unzugänglichen wie offenen Herd hinein wieder mit dem All-Einen -- sowohl der unterirdischen Kraft der Steine als auch der hellen Flamme der Wahrheit -- zu vereinen (vgl Foucault, Schriften zur Literatur). Und doch ist die Sprache Empedokles ein Vorstoß gegen die Götter. In dem er sie verkündet als göttergleicher Mittler, profaniert er sie und schießt ins Herz der Menschen den Pfeil ihrer Abwesenheit. Hölderlin trifft auf Feuerbach. Religion hat ihren Grund im Menschen und seiner Abhängigkeit zur Natur aber ihren Zweck in der Umkehrung, nämlich, dass die Schöpfung dem Menschen dienen soll. Empedokles ist als der Berufene eigentlich der endgültig Abwesende, weil sich durch ihn eine Welt auflöst und erneuert. Weil sich durch Empedokles zeigt, dass der Mensch die Gleichheit unter göttlicher Ägide aufgeben muss, um zur Freiheit in Selbstbestimmung zu gelangen, steht Hölderlin in der Tradition von Schiller (Freiheit) und Kant (Was ist Aufklärung?). Seine Gedichte und Hymnen verweisen auf nichts anderes als auf eine zu erwartende vehemente Zeitenwende. (Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch)"Aber das Mögliche, welches in die Wirklichkeit tritt, indem die Wirklichkeit sich auflöst, dies wirkt, und es bewirkt sowohl die Empfindung der Auflösung als die Erinnerung des Aufgelösten." (ein Zeichen sind wir, deutungslos / Schmerzlos sind wir und haben fast / Die Sprache in der Fremde verloren) Hölderlins "Werden im Vergehen" kann nicht besser vermittelt werden: da wo das Mögliche real, das Wirkliche ideal wird ist "göttlicher Traum".--

  • Tatjana Kazan
    2018-11-16 10:53

    I was thrilled to find Hoelderlin's The Death of Empedocles in the original German in amazon's kindle books. Moreover, it didn't cost a penny. Instant gratification, whereas I thought I would never find the play online.