Read Geschichte der Seefahrt by Robert Bohn Online

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Das Buch bietet einen berblick ber die Entwicklungsgeschichte der Seefahrt von der frhen Antike bis in die Gegenwart und zeigt deren zivilisationsgeschichtliche Bedeutung Schiffe vermittelten den materiellen wie kulturellen Austausch zwischen immer weiteren Kulturkreisen Robert Bohn erklrt, wie Fortschritte in Schiffbau und Navigation in der frhen Neuzeit zu globaler maritimer Dominanz und kolonialer Weltherrschaft Europas fhrten Das Buch schliet mit den Vernderungen in der Seefahrt im Zeitalter der Industrialisierung und der Container Schiffe....

Title : Geschichte der Seefahrt
Author :
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ISBN : 3406623751
ISBN13 : 978-3406623752
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : C.H.Beck Auflage 1 25 August 2011
Number of Pages : 128 Seiten
File Size : 772 KB
Status : Available For Download
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Geschichte der Seefahrt Reviews

  • timediver®
    2018-11-05 00:06

    Nachdem der Direktor für mittlere und neuere Geschichte der Universität Flensburg und dort als Professor beschäftigte Autor, Dr. Robert Bohn, bereits die Bände "" (2006) "" (2007), "" (2009) veröffentlicht hatte, beschäftigt sich seine neueste Publikation in der Reihe "C.H. Beck Wissen" der "Geschichte der Seefahrt".Ohne ein Vorwort lädt Robert Bohn den Leser zu seiner Reise ein, die er im 3. vorchristlichen Jahrtausend im Alten Ägypten beginne lässt. In zehn Kapiteln erzählt er flüssig von geografischen, meteorologischen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und anderen Aspekten sowie technischen Innovationen denen die Entwicklung der Schifffahrt unterlag. So ersetzten die Ägypter bei größeren Booten bereits Paddel durch Kräfte sparende Riemen, was sich als revolutionär für den Schiffsantrieb erwies. Um 1000 v. Chr. verwendeten die Phönizier eben Segeln einen durchgängigen Kiel, der Ihnen Fahrten bis an die Westküste Nordafrikas und zu den Zinninseln (Britannien) ermöglichte. Später verwendeten Griechen und Römer mehrere Segel und bauten Schiffe mit bis zu drei Drecks.Ein wesentlicher Aspekt des zweiten Kapitels bildet die bis ins Altertum zurückreichend Piraterie, die bei den Griechen Homers mit dem Begriff der Seefahrt nahezu identisch war. Neben den sogenannten Barbareskenstaaten des Maghreb, deren Schiffe bis vor die Elbmündung fuhren, wurde das Mittelmeer der frühen Neuzeit auch von den Malteser-Rittern, die nichts anders als christliche Korsaren waren geplagt. Nachdem sich das dritte Kapitel mit der Seefahrt im mittelalterlichen Nordeuropa, zwischen Wikingern und Hanse widmet, steht Kapitel vier im "Zeitalter der Entdeckungsfahrten", deren Nutznießer zunächst die Portugiesen, dann auch die Spanier wurden. Die beiden Iberischen Königreiche hatten auf Vermittlung des Papstes Alexander VI. Die Welt mit dem "Tratado de Tortillas" unter sich aufgeteilt. England, Frankreich und auch die Niederlande wurden hierdurch auf den Plan gerufen, sich durch Seeraub ebenfalls zur Seemacht aufzuschwingen. Mit Kaperbriefen ihrer Herrscher ausgestattet, konnten Schiffskapitäne auf eigene Rechnung und zum Wohle ihres Landes reiche Beute machen. Privatisierte und kommerzialisierte Freibeuterei mit Prisenordnung wurde zu einem Mittel der Seekriegsführung, als es noch keine permanenten staatlichen Kriegsflotten gab. Obwohl offiziell Frieden herrschte, bekämpften sich die Nationen mit immer stärker bewaffneten Schiffen auf den Weltmeeren. Die grundsätzlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen zivilen und militärischen Schiffen sollten erst 1907 mit der VII. Haager Konvention festgeschrieben, die Piraterie völkerrechtlich sogar erst 1962 mit einer UN-Konvention geächtet, werden.Navigation als notwendige Kunst und Handwerk der Seefahrt ist Gegenstand des sechsten Kapitels. Infolge von Havarien, die trotz Kompas und Sextant auf falsche Navigation zurückzuführen waren, schrieb das englische Parlament mit dem "Longitude Act" einen Preis für eine praktikable Methode aus, mit der sich der Längengrad der Schiffsposition bestimmen ließ. Auch zur Inbesitznahme entdeckter Insel, war eine genaue Standortbestimmung erforderlich. Die Globalisierung der Seefahrt nach dem Vorbild der holländischen VOC ist Thema des siebten Kapitels. Damals beteiligten sich alle seefahrenden Nationen Europas, auch das kleine Kurbrandenburg am schändlichen Sklavenhandel. Das 19. Jahrhundert steht im Zeichen der Industrialisierung, mit dem Aufkommen von Dampfschiffen, von denen bis ins 20. Jahrhundert Ströme von Auswanderern über die Weltmeere befördert wurden. Die Gegenwart ist geprägt durch Containerschiffe und Kreuzfahrten.Neben einem kleinen Glossar, bilden ein Literaturverzeichnis sowie ein Namens- und Ortsregister den Abschluss einer spannenden Seefahrt durch die Jahrhunderte, die mit 5 Amazonsternen bewertet werden kann.

  • Mario Koch
    2018-11-11 17:29

    Die Reihe C.H. Beck Wissen bietet auf relativ knappem Raum viel Wissenswertes zu einem bestimmten Thema. Robert Bohn hat das Wagnis unternommen, auf knapp 120 Seiten Text die Geschichte der Seefahrt von der Frühgeschichte bis in die Gegenwart darzustellen. Mit großer Sachkenntnis und einem flüssigen Schreibstil gelingt dem Autor das Vorhaben sehr eindrucksvoll.Bohn versteht es geschickt, historische Ereignisse mit technischen Entwicklungen verknüpft darzustellen und dem Leser somit einen Einblick in das Thema zu geben. Weltgeschichte und Technikgeschichte schließen sich hier keinesfalls aus. Meisterhaft versteht es der Autor eine Entwicklungsgeschichte darzustellen, die in ihren Anfängen zwar im Dunklen liegt, weil jegliche Darstellungen fehlen, die aber bald rasant Fahrt aufnimmt und den Autor dabei immer auf der Höhe des Geschehens zeigt.Auf den Umschlaginnenseiten finden sich insgesamt 14 Darstellungen verschiedener Segelschifftypen, die von Bohn im Text erläutert werden, durch die bildliche Darstellung aber dem Leser, der sich mit dem Thema noch nicht auskennt, eine visuelle Unterstützung geben.Ein kleines Glossar hilft dabei, sich einen ersten Überblick über die im Buch verwendeten Fachbegriffe zu verschaffen.Insgesamt eine sehr gelungene Darstellung, die sowohl die an Technik als auch die an Geschichte Interessierten begeistern wird.