Read Der Garten der verlorenen Seelen: Roman by Nadifa Mohamed Online

der-garten-der-verlorenen-seelen-roman

Erst bet rend Dann verst rend Und au erdem wirklich gut Maren Keller in KulturSpiegel Sie k nnten Feindinnen werden, schlie en jedoch stattdessen ein unsicheres B ndnis des berlebens Kurz vor Ausbruch des B rgerkriegs f hrt das Schicksal drei Somalierinnen unwiderruflich zusammen die neunj hrige Dequo, die aus dem Fl chtlingslager, in dem sie geboren ist, in die Stadt flieht Kawsar, eine einsame Witwe, die um ihre Tochter trauert und an ihr Bett gefesselt ist, und Filsan, eine junge Soldatin, die mithelfen soll, den Aufstand zu unterdr cken Die drei werden in die blutigen K mpfe zwischen Regierung und Aufst ndischen hineingezogen, bis es nur noch um das nackte berleben geht....

Title : Der Garten der verlorenen Seelen: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3423145161
ISBN13 : 978-3423145169
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : dtv Verlagsgesellschaft 26 August 2016
Number of Pages : 272 Seiten
File Size : 989 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der Garten der verlorenen Seelen: Roman Reviews

  • Pialalama
    2018-12-10 12:01

    Worum geht’s? Somalia Mitte der 80er: Plündereien, Verhaftungen und Gewalt, sind zum Alltag der Bewohner des afrikanischen Landes geworden. Darunter befinden sich auch das kleine Mädchen Deqo, die alte Frau Kawsar und die Soldatin Filsan. Ihre Schicksale kreuzen sich für einen kurzen Augenblick während einer Feier, dann trennen sich wieder ihre Wege. Während Deqo als Waise nach Essbarem sucht und Kawsar vor sich hinvegetiert, versucht Filsan als weibliche Soldatin Anerkennung zu Gewinnen. Bis der Bürgerkrieg über die Türschwelle tritt.Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Der erste Teil beschreibt die erste Begegnung der drei Protagonistinnen während einer Art inszenierten National-Feier. Im zweiten und längsten Teil begleiten wir die einzelnen Schicksale von Geqo, Kawsar und Filsan durch die Anfänge des Bürgerkriegs. Jede geplagt von der eigenen Vergangenheit. Im dritten und letzten Teil kreuzen sich erneut die Schicksale der drei Frauen.Der Roman hat mir durchaus gut gefallen, aber in meinen Augen war er trotzdem nicht wirklich etwas Besonderes. Er lässt sich sehr gut und angenehm lesen, und wirkt durch die eingeworfenen afrikanischen Wörter auch sehr authentisch. Die Sprache ist dabei – trotz grausiger Szenen - recht nüchtern gehalten, was die Story für mich aber nur realer macht: Die Leute sind betroffen, aber auch nicht mehr schockiert. Für sie ist es leidlicher Alltag geworden.  Diese Nüchternheit hat jedoch gleichzeitig dazu geführt, dass sie in mir kaum Emotionen hervorgerufen hat. Natürlich ist man schockiert, wenn man von der Ungerechtigkeit und der Gewalt hört und wird wütend, aber diesmal hielt sich das bei mir eher in Grenzen. Aber nichtsdestotrotz ist die Sprache gleichzeitig auch kraftvoll. Auch die Charaktere haben mir gefallen und in Bezug auf ihre Eigenschaften und Vergangenheiten waren diese gut ausgebaut. Man kann ihre Handlungen und ihre Denkweise gut nachvollziehen. Da das Schicksal erst auf den letzten paar Seiten miteinander verwoben wird, kam mir die Geschichte nicht wie etwas Besonderes vor – auch wenn ich sie gut fand. Ich hätte mir hier lieber noch 100 Seiten dazu gewünscht, die mehr von der gemeinsamen Geschichte zwischen den drei Frauen erzählt. Hier kommen wir dann auch zu einem Punkt, wo vielleicht eine kleine SPOILER-WARNUNG angebracht ist:Der Klappentext hat mich im Nachhinein wirklich enttäuscht, denn das was da steht, bezieht sich einfach nur auf die letzten 10 Seiten. Man erwartet eine Geschichte von drei Frauen, die gemeinsam versuchen in diesem Krieg zu überleben, stattdessen begleiten wir die Charaktere hauptsächlich einzeln. An einem Punkt war ich dadurch auch etwas verwirrt: Diese Personen sehen sich über 1 Jahr nicht mehr. Als Kawsal und Deqo dann aufeinandertreffen, behauptet Kawsal, dass sie Deqo so vermisst hätte. Die beiden haben sich für wenige Minuten gesehen, man kann nicht mal sagen, dass sie sich gekannt hätten. In Kawsals Kapitel wird Deqo nicht einmal erwähnt. Diese Szene fand ich dann doch etwas unglaubwürdig. Dass sich die gemeinsame Geschichte dann auf gerade mal 10 Seiten bezieht, fand ich auch sehr schade. Vor allem die „Beziehung“ zwischen Kawsal und Filsan hätte etwas mehr Diskussionen nötig gehabt. Was mir hier einfach gefehlt hat, war etwas, das zeigt, dass dieses Zusammentreffen für die drei Personen wirklich eine Bedeutung hatte. Dass sie noch mal über die anderen Frauen nachdenken müssen.Fazit Ein schöner, einfacher Roman, der zwar einige Schwächen besitzt, aber durch seine Nüchternheit besticht. Aufgrund des Klappentextes habe ich mir leider eine etwas andere Story erhofft, in der das gemeinsame Schicksal der drei Frauen noch ausführlicher beschrieben wird.

  • stoeberliese
    2018-11-26 13:54

    Somalia um 1985. Der Diktator der Militärjunta feiert sich selbst. Die Menschen strömen gezwungener weise zu dieser Massenveranstaltung.. Unter ihnen die Jugendliche Deqo, die ihr sicheres Flüchtlingslager an der Grenze verlassen hat, Kawsar eine Somalierin Mitte 50 und Filsan, die brutale Soldatin vom Vater geprägt, die ihr Leben dem Regime verschrieben hat. Prügel verletzen Kawsar schwer und ihre Freunde tragen sie nach Hause, sie bleibt ein Pflegefall. Deqo versucht sich unsichtbar zu machen, erträgt jede Not und bei Filsans militärischen Aktionen bleiben nur Tote zurück.Es herrschen Gewalt, Chaos und Verwüstung.Der Leser taucht ein in ein Land grausamer Diktatur und unvorstellbarer Armut und doch nähern sich eines Tages diese 3 so gegensätzlichen Frauen mit vorsichtigem Optimismus an.Der Roman, faszinierend geschrieben, könnte auch im gegenwärtigen Zentralafrika spielen. Die Bilder gleichen sich und es macht mich ratlos, weil sich in diesen Ländern alles immerzu wiederholt.Ein besonderes Buch, das sehr nachdenklich macht.

  • Ulrich
    2018-12-07 18:16

    Dieser Roman beeindruckt mich wirklich sehr. Die junge britische Autorin mit somalischen Wurzeln beschreibt die Geschichte von drei somalischen Frauen ende der achtziger Jahre in Hargeisa im Norden Somalias. Zufällig treffen sie bei einer organisierten Jubelfeier zugunsten des Diktators zusammen. Da ist das Mädchen Deqo, das in einem Flüchtlingslager geboren wurde und ihre Eltern nicht kennt,die Witwe Kawsar, ende Fünfzig und die Soldatin Filsan. Alle drei stehen für die Zerissenheit Somailas in jener Zeit, als der Bürgerkrieg ausbrach und Somalia ins Elend stürzte. Ihre Schicksale beschreibt Nadifa Mohamed sehr deutlich und ungeschminkt. Dem Leser wird deutlich, was diese Menschen mitmachen müssen und es sind wie so oft die Frauen, die für die von Männern verursachten Kriege leiden müssen. Allerdings sind die Frauen hier auch nicht die bessern Menschen. Die kleine Deqo sucht Unterschlupf bei einer Prostituierten, bei der es ganz und gar nicht zimperlich zugeht.Das tolle an dem Roman ist die Sprache. Das Grauen wird in einer großen Sprachvirtuosität geschildert, was es nicht weniger anschaulich, aber man kann es leichter ertragen als Leser. Literarisch ist es einfach große Klasse und wir erfahren viel über das Elend Afrikas, bei dem wir viel zu häufig wegschauen.

  • Thomas Dwight Rutz
    2018-11-23 13:13

    Somalia am Abgrund aber unglaublich schöne Sprache. Es sieht aus, als hätte sich in deiesm Land bis heute nichts geändert.