Read Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne by Ulrich Beck Online

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Arm an geschichtlichen Katastrophen war dieses Jahrhundert wahrlich nicht zwei Weltkriege, Auschwitz, Nagasaki, dann Harrisburg und Bhopal, nun Tschernobyl Das zwingt zur Behutsamkeit der Wortwahl und sch rft den Blick f r die historischen Besonderheiten Alles Leid, alle Not, alle Gewalt, die Menschen Menschen zugef gt haben, kannt bisher nur die Kategorien der anderen Juden, Schwarze, Frauen, Asylanten, Dissidenten, Kommunisten usw....

Title : Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne
Author :
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ISBN : 3518113658
ISBN13 : 978-3518113653
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Suhrkamp Auflage 22 2015
Number of Pages : 391 Seiten
File Size : 986 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne Reviews

  • Lilly
    2018-10-26 19:35

    Brauchte das Buch für mein Studium und finde es sehr interessant. Es ist einfach geschrieben und so gut lesbar und verständlich.

  • vokal
    2018-11-02 23:45

    Ging fix und prompt. Zuverlässige und angemessene Produktbeschreibung. Abhandlung besitzt mittlerweile "Klassikerstatus", und gehört in die soziologische Grundausstattung.. Gutes Angebot! Gerne wieder.

  • kpoac
    2018-10-18 01:43

    ... zum Jahrestag von Tschernobyl eine interessante Wiederbelebung einer 20jährigen Theorie. Nur eben als Rückblick unter dem Vergleich, ob Theorie zur Wahrheit geworden ist, sei es eine nur wahre oder eine bittere Wahrheit. In der Tat gilt auch bei Paul Nolte's "Riskante Moderne" der Reaktorunfall im April 1986 als Teil eines Risikos, den die Gesellschaft eingeht (einging)und tragen muss. Aber viel mehr kommt die bittere Wahrheit zum Tragen, denn Beck hat in den Maße der zunehmenden Individualisierung bereits den Verlust der stabilen, sich selbst helfenden Gemeinschaft prognostiziert, die Schirrmacher in "Minimum" heute als wiederentdecktes Mittel zur Reanimation der deutschen Zukunftsfähigkeit definiert. Beck sah schwindendes Erkennen von Lebenszusammenhängen, zunehmend private Wahrnehmungsformen, die die Konvergenz von Historie und Gegenwart fördert bis zur Konzentration auf das den Augenblick bevorzugende Individuum, des Ichs (vgl. S. 216 ff).„Riskante Freiheiten“ nannte Beck später die Folge der Individualisierung und dieses Zurückgeworfensein auf sich selbst verhinderte das, was in einer immer globaler agierenden Welt eine notwendige Größe unabhängig von Herkunft und Nationalität darstellt: Respekt. Insbesondere ist westliche Meinungs- und Pressefreiheit im Westen nach wie vor gültig, in der gesamtpolitischen Sphäre jedoch auf Toleranz und Rücksichtsnahme gegenüber anderen Religionsgemeinschaften vor Ausübung zu prüfen. Lebendiges Beispiel dieser Freiheit mit Risikoaspekt zeigte der dänische Karrikaturwettbewerb, der letztendlich in daraus folgenden Auseinandersetzung Mord und Totschlag initiierte.Soweit zur Einholung der Zukunft aus historischer Betrachtung. Dieses Beispiel mag Anlass genug sein, sich aktuell nochmals Becks Risikogesellschaft anzunehmen. Denn die subjektive Auswirkung dieser Individualisierung wird sich auch in der nahen Zukunft verstärkt zeigen, sie wird spürbar werden, wo doch der Staat weg von der Versorgung auf immer mehr Eigenverantwortung setzt und trotz staatlichem Handeln im nationalem Gefüge wird die persönliche Biographie schon zur Weltgesellschaft geöffnet, mehr noch: damit wird die "Weltgesellschaft Teil der eigenen Biographie".Ein anregendes und lesenswertes Buch.

  • Thomas Bonsack
    2018-10-19 23:18

    Das Buch ist im Jahre 1986 erschienen und Ulrich Beck hat mit dem Titel "Risikogesellschaft" einen Begriff geprägt der zutreffender nicht sein könnte. Die Analysen sind aktueller denn je und haben an Wert nichts verloren.Seine gemachten Aussagen möchte ich mit eigenen Worten beschreiben:Mit den Produktionsprozessen also mit Beginn der Industrialisierung wurden auch unüberschaubare Risiken eingegangen. Diese Risiken sind klassenübergreifend und dennoch ungleich verteilt. Wer über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt kann ihnen, also den Risiken zumindestens teilweise aus dem Wege gehen. Mit der Selbstbestimmung des Wohnortes, der Berufswahl und der Ernährung kann er im Vergleich zum Proletariat, seine persönliche Giftaufnahme beeinflussen. Nicht beeinflussbar sind jedoch die überall vorkommenden Umweltgifte, die auch an den Grenzen nicht halt machen. Viel schlimmer noch wir holen uns die Gifte durch den Import ins Land von denen wir aufgrund ihrer hohen Toxizität lange Abstand genommen haben. In den Arbeitsprozessen sind es die Arbeiter die täglich mit Giftstoffen in Kontakt kommen, von denen sie selbst annehmen, dass keine Gefahr von ihnen ausgeht. Je höher die Armut, desto größer die Vergiftungsbereitschaft. Kritiker die auf das Gefahrenspotenzial von Giftstoffen aufmerksam machen, werden nicht ernst genommen und man verweist auf die Grenzwertbestimmungen. Die Risiken müssen in Kauf genommen werden, sie sind unvermeidbare Begleiter des Fortschritts. Die Risiken sind allgegenwärtig, wenn auch nicht immer wahrnehmbar für den Einzelnen. Wer zieht die Grenzen des hinnehmbaren, des verträglichen? Ab wann vertragen wir etwas nicht mehr und wann vertragen wir es? Wissenschaftler bestimmen was der Einzelne (am Arbeitsplatz) und was die Gesamtheit vertragen kann. Sie ermitteln es nicht, sie bestimmern es. Sie, die Wissenschaftler haben sich dem Diktat der Industrie und der Politik unterworfen, dementsprechend ist der Einfluss Dritter auf die Risikoaussagen deutlich herauszuhören. Werden Schäden durch Umweltgifte erkannt heißt das noch lange nicht, dass sie anerkannt werden. So verkommen Wissenschaftler zu Unbedennklichkeits-Experten, dabei haben sich die Vorteile des Gifteinsatzes längst relativiert, rechnet man die Schäden (Mensch, Tier, Umwelt) mit. Die tägliche Vergiftung wird durch die Grenzwerte zwar in ihrem Ausmaß begrenzt, jedoch nicht verhindert. Alles was unter den Grenzwerten liegt ist per Definition als unschädlich anzusehen, bei der Bewertung wird die Gesamtbelastung nicht mit einbezogen. Da aber die Betroffenen nicht selber über die notwendigen Kenntnisse der Toxizität der einzelnen Substanzen, noch die Spätfolgen abschätzen können, sind sie außerstande das Gesamtgefahrenspotenzial abzuschätzen So haben die Wissenschaftler (zur Eigenexistenzsicherung) das Monopol der Risikodefinition, anders gesagt sie haben haben die Deutungshoheit. Zwischen ihrer Definition und den realen Bedingungen bestehen jedoch sehr große Unterschiede. Stets forden sie den Kausalitätsbeweis, also den Beweis ursächlicher Zusammenhänge, die bei der Vielzahl der auf uns einwirkenden Giftstoffe jedoch schwer zu führen ist.Im zweiten Teil geht er auf die Entwicklung der Gesellschaft ein, die den Wünschen des Arbeitsmarktes entsprechen sollen; gewüscht ist der alleinlebende Arbeiter, der flexibel, unabhängig (Freundin/Freund) und abhängig (weil Alleinverdiener) sich den Wünschen der Arbeitgeber anpasst, es bleibt ihm oder ihr auch unter diesen Bedingungen nichts anderes übrig.Genau so ist es gekommen, vergleicht man die Entwicklung mit dem erscheinen des Buches und den jetzigen Istzustand der Gesellschaft.

  • F. Resse
    2018-11-14 23:17

    Sollte man einfach gelesen haben. Insbesondere im Studium im Rahmen von Präventionsansätzen oder Devianz durchaus sehr interessant. Drei Wörter verbleiben noch.

  • calanda
    2018-10-29 18:37

    Beck legte 1986 ein Buch vor, das heute wohl als Standardwerk für die Soziologie gelten dürfte und es ist noch immer absolut lesenswert! Hin und wieder ergeben sich Längen im Text, hin und wieder fällt Beck ins etwas hochschulische Soziologendeutsch, aber alles in allem sehr leserlich. Ein bisschen durchbeissen muss halt schon sein!Klare Kaufempfehlung!