Read Im Bunker: Eine Überlebende berichtet vom Bombenkrieg in Berlin 1940-45 by Waltraud Süssmilch Online

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ber den Autor und weitere MitwirkendeWaltraud S milch wurde 1930 in Berlin geboren 1949 ging sie nach England und arbeitete dort als Krankenschwester F nf Jahre sp ter kehrte sie nach Deutschland zur ck, schlug sich als Akkordarbeiterin durch und wurde schlie lich Sekret rin und bersetzerin Bis zu ihrem Tod im Dezember 2008 lebte die Autorin mit ihrer Familie in Berlin....

Title : Im Bunker: Eine Überlebende berichtet vom Bombenkrieg in Berlin 1940-45
Author :
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ISBN : 3548258700
ISBN13 : 978-3548258706
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Ullstein Taschenbuch Auflage 1 1 Juli 2004
Number of Pages : 283 Seiten
File Size : 974 KB
Status : Available For Download
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Im Bunker: Eine Überlebende berichtet vom Bombenkrieg in Berlin 1940-45 Reviews

  • Jörg Fischer
    2019-03-26 09:16

    Hier wird beschrieben wie es wirklich war. Ohne Schminke. Es ist beklemmend als ob man selbst dabei war. Keine leichte Kost, aber fesseln und spannend.

  • Christian von Montfort
    2019-04-03 13:18

    Berlin voller Leichen... Waltraud Süßmilch lebte mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in Berlin und war 14 Jahre alt, als die Stadt von den Alliierten eingenommen wurde. Sie führte Tagebuch und erzählt hier die letzten Monate von Januar bis April 1945. Es ist ein dramatischer Bericht aus der Sicht des Normalbürgers.Waltraud verbrachte in jenen Monaten fast jede Nacht im Luftschutzbunker, tagsüber hatte sie Schule und wurde als Nothelfer eingesetzt. Nach einem Volltreffer auf ihr Wohnhaus musste die Familie in einen der völlig überfüllten öffentlichen Bunker umziehen. Die Versorgungslage war katastrophal, durch pausenlose Angriffe, Kälte und Hunger starben die Menschen wie die Fliegen. Nach der Kapitulation kam es dann zur Abschlachterei und Massenvergewaltigungen durch die Russen, auch Waltrauds Mutter wurde Opfer.Es ist unfassbar, dass tatsächlich bis zum allerletzten Ende gekämpft wurde, und man fragt sich, weshalb das alles noch passieren musste. Noch in den letzten Tagen durchstreiften Männer der Totenkopf-SS die Straßen und suchten nach desertierten Soldaten und kampftauglichen Jungen. Ich fand es erstaunlich, wie sehr die Menschen zusammengehalten und sich geholfen haben. Doch unzählige oft heldenhafte Taten konnten das Grauen leider nur lindern, nicht aufhalten. Obwohl die Menschen einzeln betrachtet in überwältigender Mehrheit innerlich gut sind, passiert insgesamt das Schlechte - warum ist das so? Die Menschen, sie mögen noch so unpolitisch gewesen sein, waren dem Krieg machtlos ausgeliefert. Ich fand es ein sehr beeindruckendes und ehrlich geschriebenes Buch.ZITATE:- "Überall war Feuerschein zu sehen, wohin man blickte, um uns herum knisterte es. Bewohnbare Häuser gab es nirgendwo mehr, nur Gerippe, und mit Schutt blockierte Straßen. Die Arbeit vieler Generationen war mit einem Schlag vernichtet."- "Später, als in Deutschland über die Schuld der Deutschen Wehrmacht diskutiert wurde, über Opfer und Täter, musste ich immer an diesen einzelnen Soldaten denken, der für mich Wasser holen wollte und dabei starb."- "Jeder schien das zu glauben, was er glauben wollte. Ich für meinen Teil war ein Produkt meiner Zeit, also glaubte ich die offizielle Version."

  • J. Raach
    2019-03-22 11:15

    BR>Dieses Buch fesselt - so anschaulich, mitreißend, durch das persönliche Erleben geprägt, wurde bislang wenig von den letzten Nachkriegswochen in Berlin berichtet. Wege, die vielen vertraut sind - wie eine Fahrt durch den S-Bahn-Tunnel vom Anhalter Bahnhof zur Friedrichstraße, sieht man nach dieser Lektüre mit anderen Augen, im Bewusstsein der Tragödien, die sich zum Kriegsende dort abgespielt haben. Waltraud Süßmilch schildert ihre Erlebnisse als 15-Jährige, erst durch das Schreiben wurde sie von Alpträumen befreit. Ihr unmittelbaren Erzählstil lässt von der geplanten Fortsetzung dieser Erinnerungen eine anschauliche Schilderung der harten Nachkriegszeit in Berlin erwarten.

  • Sat
    2019-04-11 15:13

    Gerade habe ich dieses Buch ausgelesen und möchte hier nun kurz meine Meinung dazu äußern.Waltraud Süßmilch beschreibt in diesem Buch ihr Leben, ihre Geschichte. Diese ist grausam und dramatisch und vor allem ist sie wahr und gerade das macht dieses Buch so lesenswert. Es ist wichtig gerade solche persönlichen Dinge über den Krieg zu erfahren. Wie es den einzelnen Menschen ergangen ist, wie es für die Kinder war. An einigen Stellen habe ich gedacht, das ist aber weit hergeholt – wie soll das realistisch erscheinen? Und dann ist mir wieder eingefallen, dass es ja realistisch ist. Dass es so geschehen ist.Obwohl Waltraud Süßmilch oft recht unwichtige Momente oder Unterhaltungen beschreibt und auch oft sehr tief in ihre eigene Gedanken- und Gefühlswelt eintaucht, wird das Buch nicht langweilig. Im Gegenteil. Diese Schilderungen helfen dem Leser, sich in das vierzehnjährige Mädchen hineinzuversetzen und wenigstens zu erahnen, wie sich das Leben zu dieser Zeit angefühlt haben muss. Wer braucht in einem solchen Buch schon action? Da ist es nicht schlimm, dass in der Handlung nicht alles Schlag auf Schlag geht.Noch dazu kommt, dass Waltraud Süßmilch (die ja nie zuvor geschrieben hat) einen flüssigen Schreibstil hat. Sicher kann man diesen nicht mit Bestsellerautoren vergleichen, doch gerade durch diese einfache Ausdrucksweise wird man noch stärker in das Geschehen gezogen.Zu bemängeln habe ich eigentlich wirklich nur den Schluss. Viel zu abrupt endete das Buch und damit die Geschichte des Mädchens, die einem im Verlauf der Seiten so vertraut geworden ist. Gern hätte ich noch erfahren, wie es weiterging. Wie hat sich die Familie wieder aufrappeln können? Wo ist sie dann untergekommen? Hatten sie Hilfe? Gab es weitere Probleme?Richtig ist, dass dieses Stück der Geschichte nicht so genau hätte beschrieben werden müssen. Doch so war es, meiner Meinung nach, viel zu wenig, was man noch erfahren hat. Wenn man das Buch schließt, hat man ein schlechtes Gefühl. Das Gefühl, Mottes Geschichte hätte ein böses Ende genommen. Viel hilft da das kurze Nachwort auch nicht.Daher gibt es einen Stern Abzug.Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für unsere Geschichte oder aber einfach für die Schicksale einzelner Menschen, auch wenn sie diese nicht kennen, interessieren.Waltraud Süßmilchs Geschichte ist wirklich lesenswert

  • kfir
    2019-04-12 07:17

    Bei dem Buch handelt es sich um die Erzählung eines "Backfisches" aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges in Berlin.Die Handlung basiert auf den Tagebüchern der Erzählerin, ist weder politisch gefärbt noch lässt sie Themen des damaligen Geschehens und Alltages aus. Auch die direkte Sprache, die manche harten Erlebnisse sehr prägnant schlidert, verdient erwähnt zu werden. Dennoch hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, wie zum Leben der Bevölkerung in Berlin an sich oder zu den jeweiligen Kriegsgeschehen und wie die sich dann auf die Bevölkerung auswirken.Insgesamt kann man es auch sehr gut einem Jugendlichen, der beispielsweise gerade "Anne Frank" liest, an die Hand geben, um ein Verständnis zu entwickeln, wie es damals auf der "anderen Seite" war. Ein gutes Buch, leider ohne Potential zum "Klassiker".