Read Ein deutsches Mädchen: Mein Leben in einer Neonazi-Familie by Heidi Benneckenstein Online

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Wer so tief im braunen Sumpf steckt, schafft es nicht ber Nacht hinaus.Heidi w chst in der alles umfassenden Ideologie einer Nazi Familie heran, in militanten Jugendgruppen und Kameradschaften Mit Drill, Schl gen und Belohnung wird sie auf ein Leben im rechten Hass Milieu vorbereitet Mit zwanzig findet sie den Mut auszusteigen Hier blickt sie noch einmal in die Abgr nde dieser Parallelwelt Deutschland, Ende der 1990er, ein idyllisches Dorf bei M nchen In Heidis Familie ist die Zeit stehen geblieben Als kleines M dchen wird sie in konspirative Ferienlager der Heimattreuen Deutschen Jugend geschickt, wo schon f r die Kleinen paramilit rischer Drill auf dem Programm steht Dort lernt sie auch, das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 in Holz zu s gen Mit f nfzehn nimmt Heidi an rechten Aufm rschen teil, hetzt gegen Ausl nder und pr gelt auf einen Fotografen der L genpresse ein Heidis Welt bekommt erste Risse, als sie Flex kennenlernt, einen nicht mehr restlos berzeugten Liedermacher aus der rechten Szene Mit zwanzig vollzieht sie die komplette Kehrtwende, bricht den Kontakt zu ihrer Familie ab, taucht unter, l sst die Welt der alles umfassenden Nazi Ideologie hinter sich und durchl uft ein Aussteiger Programm Dies ist die Geschichte ihrer zwei Leben....

Title : Ein deutsches Mädchen: Mein Leben in einer Neonazi-Familie
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ISBN : 3608503757
ISBN13 : 978-3608503753
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Tropen Auflage 5 Druckaufl 4 M rz 2018
Number of Pages : 252 Seiten
File Size : 565 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Ein deutsches Mädchen: Mein Leben in einer Neonazi-Familie Reviews

  • Sarah von 'TheSarahStory'
    2018-11-11 17:42

    Eine 'Geschichte', von großer Wichtigkeit, die tatsächlich passiert ist und vielleicht ähnlich genau jetzt in unserer Nachbarschaft wieder passiert, ohne, dass wir es bemerken.Ich möchte gar nicht groß über die Gesinnung von nationalsozialistischen Menschen sprechen, da dies ein sehr heikles Thema ist und ich weder die eine noch die andere Seite kritisieren möchte. Steht es mir zu? In irgendeiner Form bestimmt, aber ich möchte eher darauf eingehen, wie groß der Inhalt dieses Buches ist und wie groß diese junge Frau, die hier ihre Lebensgeschichte erzählt und präsentiert. Teilweise erwarten uns verletzende und auch sehr erschreckende Passagen, gleichermaßen aber auch Momente, in denen wir als Leser aufatmen und neue Hoffnung schöpfen. Wir erleben Teile des Geschehens mit Heidi, teilweise erleben wir Dinge distanzierter. Aber immer sind wir nahe genug dran, um zu fühlen, was wir fühlen sollen. Das ganze Leid, der ganze Drill, diese ganzen Machenschaften und Verbrechen und dann aber auch wieder diesen Sog der Gemeinschaft, den Sog einer selbst erschaffenen Familie. Eine Gruppe, ein Zusammenhalt, der durchaus vorhanden ist, durchaus gewisse Menschen wohlig umhüllen und mit in den Abgrund ziehen kann.Wir lernen hier viel aus diesem Buch, viel von den Menschen darin und viel von den Erfahrungen, die Heidi machte und ich empfand dieses Leseerlebnis als großartig, da ich viele Einblicke gewonnen habe, die mir sonst verwehrt geblieben wären. Wissenslücken fühlen sich im Nachhinein gefüllter an, ich bin nun in der Lage, einen Rundumblick zu gewinnen, in der Lage, Menschen die sich dem Nationalsozialismus hingezogen wie abgeneigt fühlen, alle in einer Form zu verstehen. Hier wird nicht schwarz weiß gedacht, hier wird aufgezeigt, warum so viele Menschen in die Fänge einer solchen Menschengruppe geraten können und warum das nicht alles schlechte Menschen sein müssen oder gar bösartig. Gleichermaßen wird nicht außer Acht gelassen, welch ein schlimmes und sehr unerfülltes Leben einen dort erwarten kann und dass damit keineswegs zu spaßen ist.Insgesamt ein gutes Buch mit vielen Eindrücken, über die man noch sehr lange nachdenken kann. Ein Buch das einem am Ende hoffentlich zeigt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben und gegangen zu sein. Auf dass wir alle etwas aus den Fehlern anderer lernen und aufrichtig genug sind, alle Menschen als Menschen anzusehen, egal, woher sie kommen.

  • JK
    2018-11-10 15:36

    Das Buch geht in einer einigermaßen chronologischen Erzählweise auf die Erlebnisse der Autorin ein. Der Sprachstil ist einfach und das Buch gut lesbar. Interessant sind vor allem die Schilderungen der Autorin, die sich weniger mit den persönlichen Erlebnissen und Sichtweisen, sondern mit der Szene und den handelnden Akteuren bzw. deren Gedankenwelt beschäftigen. Diese guten Beobachtungen ziehen eine zweite Ebene in das Buch, die manchmal spannender ist als die persönliche Sichtweise der Autorin…

  • Silke
    2018-11-24 13:39

    Durch das Interview mit Bärbel Schäfer wurde ich auf das Buch aufmerksam. Interessiert an dem Thema und neugierig, wie ein junger Mensch aus der rechten Szene heraus findet, habe ich mir das Buch auf den Kindle geladen.Wie sich herausstellt eine Fehlentscheidung.Zusammen geschusterte Abhandlungen des Alltags,“... und dann geschah das, ..und dann hatte mein Vater Jenes...und dann reagierte Mama so, die Schwestern so.... erinnert das ganze an ein Tagebuch oder im schlechten Schreibstil an einen Schulaufsatz.Wer glaubt, dass er hier fundamentierte Inhalte über die rechte Szene bekommt, wird enttäuscht. Ich habe Bücher von zum Beispiel Sektenaussteigern gelesen, die ergreifend waren und mich mitgenommen haben. Die beschrieben haben, wie subtil gearbeitet und manipuliert wurde. Da war ich mittendrin und konnte mich einfühlen. Dies alles ist hier ganz und gar nicht der Fall.Schade um das Geld.

  • Amazon Kunde
    2018-11-17 10:21

    Ein sehr gutes Buch, mit viel Courage. Ich war geschockt und jedesmal wenn ich es weggelegt habe, hatte ich erstmal an dem Inhalt zu "kauen".Es geht unter die Haut. Erschreckend was es doch noch für Menschen gibt.Großes Lob für den Mut. (Wenn es auch etwas kindlich und unerfahren geschrieben ist, kann man der Heidi Benneckenstein doch verziehen, sie ist ja keine Schriftstellerin.)

  • netforce
    2018-11-27 10:34

    Ich war geschockt, dass es so was im Münchner Speckgürtel in einer ganz normalen Mittelstandsfamilie stattfindet. Wer dieses Buch liest ist, bekommt einen guten Einblick in die Neonazi-Szene in Deutschland. Gut, dass die Frau den Absprung geschafft hat.

  • Martin Bühner
    2018-12-03 16:27

    Dieses Buch machte mich vor allem deshalb neugierig, weil so viele total gegensätzliche Rezesionen aufgeführt sind. Fast hätte ich mich vom Kauf abhalten lassen, bis mir auffiel, dass fast alle Negativbewertungen inhaltlich und stilistisch sehr schlicht daher kommen. So wuchs in mir der Verdacht, dass diese ein-zwei Sterne-Haltungen eben aus dieser Ecke stammen könnten, von der sich Heidi Benneckenstein befreien konnte. Oder aber von denen, die nichts verstanden haben, oder inhaltlich überfordert sind....Ich finde, es ist bei aller Einfachheit ein ehrliches Buch, mit sehr reflektierten Gedankengängen und einem hervorragenden Erinnerungsvermögen, an viele Stationen die ihre Kindheit und Jugend geprägt haben, sowohl familiär als auch gesellschaftlich.Ich vermute, dass Frau Benneckenstein von klein auf das Richtige in sich trug. Sie war jedoch dem Umstand ausgeliefert, (die Eltern kann sich niemand aussuchen) in einer "rechten Ecke" aufwachsen zu müssen. Diese gesunde Grundveranlagung ließ in ihr die Skepsis gegenüber dem was ihr vorgelebt wurde am Leben erhalten, bis sich bei ihr mit zunehmendem "erwachsen-werden" die Erkenntnis durchsetzte, mit ihrer bisherigen indoktrinierten Gesinnung falsch zu liegen. Ich kann in etwa nachvollziehen, wie schwer es ist, sich in diesem Alter von einer peer group loszusagen und ins vermeintlich Bodenlose zu fallen.Respekt und Anerkennung für die für diese Leistung an Frau Benneckenstein . Weiter so!

  • ein zufriedener
    2018-11-30 11:12

    Sehr authentisch und lässt ein oft nachdenklich werden. Tolle Familie. Sollten mal Richter lesen, die das NPD-VERBOT abgelehnt haben. Hoffentlich