Read Borderland by Peter Schwindt Online

borderland

Es gibt M dchen, die spielen in einer ganz anderen Liga als man selbst, was ja auch okay ist Man kann ganz gut aus der Ferne f r jemanden schw rmen Manchmal war das auch besser so Irritierend wurde es erst, wenn man pl tzlich wahrgenommen wurde Vincent ist sechzehn Jahre alt und hat es alles andere als leicht Seit dem Tod des Vaters lebt er mit seiner Mutter in einer sch bigen Sozialwohnung und k mmert sich eigentlich um alles Dann bricht die Mutter zusammen und kommt ins Krankenhaus Vincent muss also nur noch f r sich selbst sorgen, was aber gar nicht so leicht ist Er bekommt unverhofft Hilfe Am Tag der Toten, dem D a de los muertos, lernt er am Grab seines Vaters Jane kennen Durch sie begreift Vincent, dass zum Sound seines Lebens auch Freundschaft und Vertrauen geh ren Aber Jane verschwindet immer wieder Wer ist dieses M dchen eigentlich...

Title : Borderland
Author :
Rating :
ISBN : 3737351325
ISBN13 : 978-3737351324
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : FISCHER Sauerl nder Auflage 1 22 August 2018
Number of Pages : 397 Pages
File Size : 689 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Borderland Reviews

  • M. Lehmann-Pape
    2018-11-01 10:50

    Schon vor Beginn der Ereignisse, die das Leben des 16jährigen Vincent wieder „zusammenfügen“ könnten, hat es eine Entwicklung im Lebend es jungen Mannes gegeben. Eine überaus traumatische, unerfreuliche Entwicklung.Der Vater bei einem Unfall gestorben. Mit dramatischen Folgen auch finanzieller Natur. Vincent und seine Mutter mussten das Haus in guter Wohngegend aufgeben und in eine heruntergekommene Gegend in eine sehr viel kleinere und abgewrackte Wohnung ziehen.Das damit ein Schulwechsel einhergeht und die Mitschüler am neuen Ort nicht sonderlich zimperlich mit behüteten Jugendlichen umgehen, versteht sich dabei fast von selbst. Ebenso, dass sich „ein Neuer“ nicht erfolgreich in der Menge verstecken kann.Dass zudem die Mutter jeden Lebenswillen verloren zu haben scheint und weder mit dem Alltag noch mit ihren Tabletten sonderlich gut zurechtkommt, sondern umgehend im Krankenhaus landet, macht es nicht gerade einfacher für Vincent, in seinem immer noch schockierten Zustand, der inneren Verhärtung und dem verzweifelten Versuch, einigermaßen auf den Beinen zu bleiben, sich um alle anfallenden Probleme zugleich zu kümmern.Doch zwei Mädchen treten in sein Leben. Unterschiedlich und doch hilfreich. Auch wenn Vincent das zunächst gar nicht wirklich erkennen kann.Vida, eine Mitschülerin, schön, umschwärmt, rettet ihn vor Angriffen in der Schule. Ohne aber ihre Distanz zu Vincent aufzugeben. Obwohl sie durchaus weiß, was es bedeutet, dass ihr Geruch für ihn wie Jasmin riecht und sein Geruch für Vida Flieder in den Raum setzt. Oder vielleicht hält sie hohe Distanz gerade weil sie weiß, was diese Gerüche bedeuten.„Es gibt Mädchen, die spielen in einer ganz anderen Liga“.Und zum anderen Jane. Ein Mädchen, dass in einer Gruft zu schlafen scheint, gegenüber des Grabes seines Vaters. Scheinbar obdachlos. Und weil Vincent ein hilfsbereites Herz ins ich trägt, lässt er Jane, von seiner Seite aus nur für eine Nacht, in der neuen Wohnung übernachten. Was umgehend ein Dauerzustand zu werden scheint.Doch, vor allem, jene Jane, die scheint über ihn einiges zu wissen, was nicht unbedingt öffentlich bekannt sein dürfte. Und statt, wie Vincent das sieht, sich als die zu fühlen, um die sich „gekümmert wird“, erdreistet das Mädchen sich doch überraschenderweise, sich als die „Rettung für Vincent“ vorzustellen.„Du musst dich mir zuwenden, Vincent. Mich annehmen. Ich muss ein Teil deines Lebens werden, damit ich gehen kann“. Und wenn Jane dann die Entstehung von Grübchen unter der Nase erklärt und dass ein Engel dort seinen Finger auf das noch unfertige Gesicht kleiner Kinder gelegt hat, dann erlebt der Leser Vincent überaus verwirrt.Was dem Roman seinen Reiz verleiht, denn gekonnt balanciert Schwindt auf der Grenze zwischen Realität und „Zwischenwelt“, zwischen Verzweiflung und inneren Lebenskräften, die nach außen dringen wollen und bei Vincent sich in der Musik zeigen werden. Zwischen realen Räumen („Das Borderland“, ein Musik Club, in dem Vincent seine Chance bekommt und dem erweiterten Verständnis des „Grenzlandes“ im Leben, vor allem, was die Figur der Jane angeht).Schritt für Schritt wird Vincent das Leben anders betrachten können, sich selbst neu entdecken. Und sich dabei lange Zeit fragen, wer diese Jane eigentlich ist, die mal da ist, mal verschwunden bleibt, der er sich überaus verbunden fühlt aber ganz anders, als seine Verliebtheit in Vida.Mit einigen Längen allerdings sind die Ereignisse versehen und die geheimnisvollen Andeutungen jener Jane Vincent gegenüber sind zu ofenkundig, um etwa aber der Mitte des Werkes her den Leser weiterhin mit Spannung zu fesseln, im Verlauf der Ereignisse wird doch zu früh zu offenkundig, in welche Richtung das „Grenzland“ für Vincent zu finden sein wird.Am Ende gibt Schwindt vor allem jugendlichen Lesern eine Vorlage, auch bei massiven Schlägen und Bedrängungen im Leben das Suchen des eigenen Weges nicht aus den Augen zu verlieren, was insgesamt zwar an Vincent gut dargestellt, aber auch ein wenig sehr optimistisch entfaltet wird.

  • Fantasie-und-Träumerei
    2018-11-07 07:50

    Das Leben verläuft nicht in geraden Linien, erfüllt keine Erwartungen, bietet aber immer wieder verschiedene Möglichkeiten einen Weg zu gehen. Ein Gedanke, den Peter Schwindt aufgreift und in seinem neusten Roman "Borderland" verarbeitet.Wahrnehmung und Wirklichkeit verschwimmen im Roman, der mehr sein möchte, als eine Geschichte über Freundschaft oder das Miteinander jugendlicher Protagonisten. Vincent, ein Einzelgänger, ganz nett, ohne Fehl und Tadel, muss alleine auskommen, weil der Vater vor Jahren verstorben und die Mutter seitdem depressiv ist. Völlig problemlos und ohne Rücksicht auf eigene Bedürfnisse, kümmert er sich um Haushalt, um Finanzen, um seine Mutter, seine schulische Bildung und spielt nebenbei auch noch fantastisch Klavier. Klingt nach einem farblosen Charakter. Ist er leider auch. Sympathisch ja, aber ohne das gewisse Etwas, das mich an Protagonisten bindet.Die Mädchen der Geschichte sind da eine ganz andere Liga. Mutig und stark, eigensinnig und kreativ. Nur schwer zu durchschauen, schwer zu greifen, lassen sie Vincent ganz schön blass aussehen. Sie spielen mit ihm - jede auf ihre Art. Sind mit ihm verbunden, in Freundschaft, in Liebe und doch sind genau sie es, die ihn in diesen Zwischenraum aus Realität und Fantasie ziehen. Sie ziehen ihn von den Füßen und stellen ihn wieder auf. Geben das, was sie können.Ich weiß gar nicht so genau was "Borderland" sein soll. Ein Roman über Freundschaft und erste Liebe? Ein Roman über die Widrigkeiten des Lebens? Ein Roman über Wahrnehmung und Denken? Oder ein Roman über das Verhältnis zwischen Gut und Böse? Wäre das alles so miteinander verwoben, das daraus ein starkes Netz entstanden wäre, würde uns Schwindt eine starke Geschichte liefern. Aber eben das ist es was fehlt. Eine gute Basis. Eine solide Grundlage. So wurde leider von allem etwas zusammengestückelt, ohne die Tiefe herzustellen, die daraus entstehen hätte können. Geknüpft wird mit Sätzen und Inhalten, die sehr konstruiert wirken. Unecht. Aneinandergestückelt, obwohl der Autor sich viel Mühe gibt metaphorisch, fast poetisch zu klingen, was ihm hier und da sehr gut gelingt, was an anderer Stelle aber durch ziemlich flapsige Aussagen wieder zunichte gemacht wird.Das Ende versöhnt mich ein bisschen mit der Tatsache, dass ich das Buch zwischendurch einfach gerne weggelegt hätte. Schwindt spielt mit den Möglichkeiten, die ihm gegeben sind, spielt mit seinen Lesern, lässt sie an der Wirklichkeit, an der eigenen Wahrnehmung zweifeln und schiebt dadurch die anfangs angesprochenen Thematik in den Vordergrund. Handwerklich gut gemacht, packend und so, dass ich auch endlich nicht mehr nur an der Oberfläche vorbeischramme, sondern darüber nachdenke wie das so läuft mit den verschiedenen Möglichkeiten unseres Lebens.Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht überzeugen, bietet aber ein gewisses Identifikationspotential für andere LeserInnen, so dass der eine oder die andere Gefallen an der Story finden könnte.