Read Im Schatten der Burenwurst. mit Zeichnungen von Ironimus (HAYMON TASCHENBUCH) by H.C. Artmann Online

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Zorro, der R cher aller W rstelm nner, der aufs ssigen Kunden ein Z aus der Senftube aufspritzt Frau Rei fleisch, die nichts mehr f rchtet, als dass ihr neuer Untermieter ein Menschenfresser oder anderer zwielichtiger Ausl nder sein k nnte Herr Quarglschmitt, der nicht in den Ring steigen will, oder Herr Krabath mit seiner musikalischen Haar und Bartpflege Eine Schar skurriler Gestalten bev lkert die wunderbar grotesken Prosaminiaturen, in denen H.C Artmann seiner Heimatstadt ein berzeugendes Denkmal setzte Selten wurde das waschechte Wien lebendiger, selten wurden seine Klischees am santer heraufbeschworen und gleichzeitig entlarvt als in diesen phantastischen Alltagsszenen....

Title : Im Schatten der Burenwurst. mit Zeichnungen von Ironimus (HAYMON TASCHENBUCH)
Author :
Rating :
ISBN : 3852188121
ISBN13 : 978-3852188126
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Haymon Verlag Auflage 2 5 April 2012
Number of Pages : 168 Seiten
File Size : 783 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Im Schatten der Burenwurst. mit Zeichnungen von Ironimus (HAYMON TASCHENBUCH) Reviews

  • Salchner Bernhard
    2018-12-11 14:55

    Ich schätze als Vielleser natürlich auch H.C.Artmann sehr - gehört in jede gute Buchsammlung, aber dieses Werk ist nicht meins. Da tummeln sich auf gerade mal 160 Seiten fast 40 kurze Geschichten. Ich bevorzuge einfach längere Geschichten . Hier können sich einfach keine Charaktere entfalten. Obwohl ich Tiroler bin , liebe ich den Wiener Slang (bin bekennender MUNDL Fan) , und konnte auch alles verstehen und für mich selber übersetzen, wenn Herr Artmann voll ins wienerische übergeht. Und dabei konnte er mir wirklich ein paar Lacher hervorzaubern. 1 Stern, für den Respekt vor dem großen Namen, und der 2. Stern, weil ich doch ein paar mal herzhaft schmunzeln konnte.

  • Michelle
    2018-12-08 13:05

    Das "gebrauchte Buch" ist in einem sehr guten Zustand, eigentlich wie neu. Die Lieferung war sehr gut, rasch und pünktlich. Der Inhalt sind kurze Geschichten aus Wien und Umgebung, zum Nachdenken und Schmunzeln, H.C.Artmann sollte man aber kennen und mögen.

  • Sonja A.
    2018-11-18 08:58

    Diese Geschichten von H.C.Artmann beschreiben auf köstliche Art und Weise die Wiener Welt mit seinen Begleitern! Einfach zum Niederknien - der Wiener Dialekt ist herrlich

  • weiser111
    2018-12-07 13:08

    "Wien, wie man es nicht kennt" -- in dem Genre gibt's ja vieles, und einiges davon gehört zum Allerbesten. Auch H.C. Artmanns "Im Schatten der Burenwurst" gebührt dort ein Ehrenplatz: 36 Momentaufnahmen, jede davon beleuchtet das mysteriöse Wien in diesem Wiener Alltagslicht, das etwas anders leuchtet als das Alltagslicht anderer Städte. In Wien hat nämlich alles seinen eigenwilligen Charakter, will mir scheinen -- keinen hochedlen Charakter freilich. Dieser Charakter hat Charme, aber er ist hinterfotzig, und seine Gemütlichkeit ist heimtückisch. Und wenn ein Herr Artmann, habe die Ehre, diesen Charakter in vielen kleinen Szenen festhält, dann wirken auch die skurrilsten Pointen und die Wienerischsten Details nicht wie an den Haaren herbeigezogen, im Gegenteil: Während man mit wachsender Begeisterung eine Erzählung nach der anderen liest und sich vorkommt wie weiland Hamilkar Schaß, dann denkt man sich: Doch, das könnte so passiert sein, das klingt echt -- gerade w e i l es so skurril ist. Egal, ob die "letzte Wahrsagemaschine der Welt" ironisch zu seinen Ehren kommt, oder das legendäre Café Hawelka zu seiner ehrwürdigen Ehre: Stimmungsbilder sind das ohne Zuckerguss, aber immer mit Schmäh. Dafür sorgt schon Artmanns virtuoser Umgang mit dem ungeschmirgelten Weanerisch, und das in verschiedenen Variationen: Von dem nüchternen Fazit "A so a Moped is do schlißlich kaa Elkawee. I habs no gwoand" bis zum polyglotten "Blies, du ju nau e student, his nem is Mohammed?" liest man hier alles Vorstellbare und Unvorstellbare; eine Art symphonische Verwendung des Weanerischen. Ein klein wenig G'spür sollten Sie freilich schon mitbringen, um die grandiosen Szenen richtig genießen zu können, und wenn Sie wissen, was das Gänsehäufel und die Marie waren und was z.B. Kren, Quargel, a Dreier oder das Gfrieß sind, dann sind Sie im Vorteil. Erstrecht, wenn Sie eine vage Vorstellung davon haben, was in gewissen Situationen von einem Krawutischen Urfavoritner zu erwarten ist. Und wenn Sie noch ein wenig Tschechisch können, dann ist Ihnen das Gekicher garantiert bei der Mitteilung, der Vogerlfanger heiße Ptacek. Keine Ahnung, welche Kronjuwelen nur echte Urfavoritner hier entdecken können, sofern sie lesen...Aber die Sprachspielereien sind nur der Schmand obendrauf auf den Erzählungen, allerdings allerfeinster Schmand. Artmann beobachtet Wean und die Weaner quer durch die Viertel -- vor allem durch die Außenviertel, die man als Tourist eher selten zu sehen bekommt und in denen man all das, was Artmann zum Glück festgehalten hat, auch dann nicht sehen würde, wenn's einem vor den Augen vorgeführt würde: Einzigartige Gestalten, Momentaufnahmen. Artmann lässt sie ausführlich zu Wort kommen, und nicht nur die x verschiedenen Versionen des Lamento in der Weaner-Variante sind einfach genial: "Waun aner amoe zum Sauffn aufangt, daun is da Karakta tschäuli. Gem S ma no a Sechzentl, Frau Marosch!".Wie die Momentaufnahmen, so auch die vielen verschiedenen Wiener. Oft sind das nicht die allersympathischsten, in ihrer Rede liefern sie mitunter gnadenlose Selbstporträts ab und schwadronieren ganz unbedarft von "dem Krowodn seim Voeksempfenga" -- aber die Szenen! Hat man die gelesen und sich das alles möglichst detailliert illustriert vorgestellt, dann verzeiht man's ihnen halt doch. Der Herr Schaffranek, der "ruchlose Bigamist im Geiste", der jede Woche maßgeschneiderte Liebes... pardon: Geschäftsbriefe an 895 (in Worten: achthundertfünfundneunzig) "Mädchen, Frauen und Witwen" schreibt, ist noch vergleichsweise harmlos. Und dazwischen kommen immer wieder tragische Gestalten zum Vorschein, ergreifend fürwahr -- aber auf Wiener Art ergreifend, so z.B. der ehemalige Erste Geiger in Bad Tatzmannsdorf.Wie gesagt: All diese kurzen Erzählungen sind nicht vordergründig witzig, fordern niemals diesen Schenkelklopferhumor heraus. Ihr Witz hat doppelten, wenn nicht sogar dreifachen Boden, und der scharfe Blick verhindert keineswegs eine ständig auf der Lauer liegende Melancholie, der andere ständige Begleiter dieser Erzählungen. Wenn Artmann diese allgegenwärtige Melancholie in Worte fasst, dann will ich den Leser sehen, den Sätze wie diese nicht mitnimmt: "Der Abend kriecht langsam aus den Haberfeldern. Über dem Mödlinger Horizont schwimmt wie ein unendlich ferner, milchiger Mopedscheinwerfer der Abendstern dieses Tages."Lauter Prachtstücke aus dem Kronschatz des Weaner Alltag hat sich der Herr Artmann da vorgeknöpft, und vor allem: Ihm ist kein Detail entgangen beim Beobachten, und er hat haargenau die richtigen Worte für all diese feinen und feinsten Details parat gehabt, ohne dass das je gekünstelt wirkt.

  • K. Susanne
    2018-11-17 09:04

    Prosaminiaturen werden die Kurzgeschichten genannt, mit denen H.C. Artmann dem Leser seine Heimatstadt Wien näher bringt. Es sind humorvolle Geschichten, die Wien und seine Bewohner von einer ganz eigenen Seite zeigen. Der Autor lässt die skurrilen Gestalten, die seine Geschichten bevölkern in Wiener Mundart sprechen, dies ist mitunter sicherlich etwas schwierig zu verstehen, gibt aber auch noch zusätzlich einen Einblick in die Sprache. H. C. Artmann spielt mit Klischees und fängt Alltagsszenen geschickt ein. Besonders schön sind die Zeichnungen von Ironimus, diese lockern den Text immer wieder etwas auf. Empfehlen kann ich dieses kurzweilige Büchlein allen, die sich für Wien interessieren und etwas Besonderes suchen, um sich auf die Stadt einzustimmen. Es ist sicherlich auch ein schönes Geschenk für Wien - Liebhaber.H.C. Artmann wird zu den bedeutendsten österreichischen Autoren der Nachkriegszeit gezählt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen für sein literarisches Werk.

  • Buchling
    2018-11-27 14:53

    Das Buch umfaßt einige Kurzgeschichten aus dem lebhaften Wien. Wien und seine Bewohner sind sehr farbenprächtig und amüsant beschrieben, ob es dabei um eine Burenwurst, ein Wiener Café, einen Untermieter oder einen Geiger geht.In jeder Kurzgeschichte findet man den wienerischen Dialekt wieder, aber auch ein Nicht-Wiener schafft es, sich sehr schnell an den Dialekt und die flüssige Sprache zu gewöhnen. Man hat sich sehr schnell eingelesen und bekommt so einen Einblick in diverse Ecken Wiens. Es entsteht die Lust sofort dorthin aufzubrechen um sich selber ein Bild zu machen.Alles in allem eine Sammlung schöner Kurzgeschichten, die außerdem noch mit einigen Illustrationen bereichert sind.