Read Byzanz. Das zweite Rom by Ralph-Johannes Lilie Online

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Byzanz hat gro e historische Wirkungsm chtigkeit f r das Abendland, weit ber politische und milit rische Gegebenheiten hinaus Au erdem war Byzanz die gro e christliche Vormacht am s d stlichen Rand des christlichen Europa, die die Grenzen des Christentums gegen die fast ununterbrochenen Angriffe der Nomadenv lker aus dem Steppengebiet n rdlich des Schwarzen Meers und gegen die muslimischen Araber und sp ter gegen die T rken verteidigte Die Christianisierung des Balkans und Russlands ging von Byzanz aus und hat die Geschichte und Kultur dieser V lker bis heute nachhaltig gepr gt Ohne Byzanz w ssten wir kaum etwas von dem antiken griechischen Schrifttum, das die Byzantiner erhalten haben, immer wieder kopierten und weitergaben, zum Teil direkt, zum Teil auch ber die Araber, von denen es wiederum seinen Weg in das lateinische Europa gefunden hat Reich illustriert, erz hlt dieser Band von der Geschichte eines gro en Reiches Im Zentrum der Darstellung stehen die Beziehungen zwischen Byzanz und den christlichen Staaten des Abendlandes....

Title : Byzanz. Das zweite Rom
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ISBN : 3886806936
ISBN13 : 978-3886806935
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Siedler Verlag 4 Februar 2003
Number of Pages : 192 Pages
File Size : 886 KB
Status : Available For Download
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Byzanz. Das zweite Rom Reviews

  • Johannes Marian
    2018-10-18 00:14

    Der bekannte deutsche Byzantinist R.-J.Lilie legt hier seine lange erwartete Darstellung der byzantinischen Geschichte vor. Mit ihrem Erscheinen wird das alte Handbuch von G.Ostrogorsky wohl endgültig überflüssig (nun gut: fast), auch wenn sich Lilie offensichtlich nicht in erster Linie an ein Fachpublikum richtet. Vielmehr bemüht er sich augenscheinlich und mit Erfolg um gute Lesbarkeit, um einem möglichst großen Kreis einen detailreichen Einblick in die Materie zu bieten; wesentliche Kernthesen werden überdies stets mehrfach angeführt und dargestellt, um ein Überlesen zu vermeiden. Dadurch wird gerade der interessierte Laie rasch gefesselt. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Darstellung der politischen Geschichte von den spätantiken Anfängen (4.-6. Jhd.) des Reiches bis zum Fall Konstantinopels 1453; daneben schiebt der Autor immer wieder Kapitel ein, die die grundsätzlichen Entwicklungen und Strukturen der einzelnen Epochen noch einmal zusammenfassen und vertiefen. Lilie räumt mit vielen liebgewonnenen Vorurteilen und Irrtümern auf und bezieht manche unkonventionelle Position - die Einschätzung der spätantiken Kaiser Phokas und Herakleios etwa wird manchen überraschen. Lilie steht überdies seinem Foschungsgegenstand mit einer auffälligen Distanz gegenüber und behandelt gerade die byzantinischen Quellen mit vorbildlicher Vorsicht. Bei aller Meinungsfreude informiert er daneben doch immer auch über Gegenpositionen in der Forschung. Byzanz, dieses Reich auf der Grenze zwischen Antike und Mittelalter und zwischen Ost und West, wird in diesem umfangreichen und leider sehr teuren Buch in einer Weise behandelt, die dem Gegenstand alles in allem angemessen ist und in seltener Weise Information und Lesevergnügen verbindet, auch wenn man etwa zur Bibliographie manches anmerken könnte. Denjenigen Lesern mit einem schmaleren Geldbeutel seien das bei Beck erschienene kleine Büchlein desselben Autors oder das ebenfalls recht neue und zuverlässige, aber weniger umfangreiche Buch von John Haldon empfohlen.

  • Gromperekaefer
    2018-11-04 01:19

    Das Buch gibt einen guten Überblick über die Entwicklung des Oströmischen Reiches von der Spätantike bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen. Dabei werden sowohl die internen als auch die äusseren Aspekte betrachtet. Lilie erläutert weshalb das Reich Schwäche- sowie stärkere Phasen durchlebt hat, und wodurch es letztendlich zum Niedergang führte. Besondere Betrachtung findet der kaiserliche Dualismus zwischen Ostrom und den fränkischen, später den Kaisern des Heiligen Römischen Reichs.Das römische Riesenreich brachte es mit sich dass das Gewicht des Herrschers auf mehrer Schultern verteilt wurde. Dieses System wurde von Diokletian initiiert, letztlich kristallisierte sich jedoch ein West- und Ostkaisertum heraus, wo Konstantin der Grosse Byzanz als Kaisersitz etablierte. Dank seiner wirtschaftlichen Ressourcen entstand in Ostrom ein stabileres Gebilde. Trotzdem konnte nach dem Untergang des weströmischen Reiches Ostrom seine Position der Stärke nicht behaupten und sank zu einer Regionalmacht ab. Den Universalanspruch hegte man weiter, ohne ihn durhsetzen zu können. Das entstandene Machtvakuum in Westeuropa füllte dann Karl der Grosse mit seiner Kaiserkrönung 800. Das nun entstandene Doppelkaisertum führte zu Auseinandersetzungen, welche wegen der Distanz sowie der nicht ausreichenden Stärke lediglich auf diplomatischem Weg ausgefochten wurde.Der Verlust des Westens führte in Ostrom zu einer Fokussierung auf sich selbst, sowie dem Abwehrkampf gegen die aufsteigenden Araber. Die Auseinandersetzungen mit den Sassaniden hatten zur gegenseitigen Schwächung beider Reiche geführt, das so entstandene Vakuum nutzten die Araber zu ihrem Aufstieg. Der Verlust u.a. Ägyptens führte zur wirtschaftlichen Schwächung des Reiches, wodurch ebenfalls ein kultureller Verfall einsetzte. Dies bedingte ebenfalls einen militärischen Niedergang, wodurch man die eigene Flotte aufgab, und auf die Dienste der Seerepubliken zurückgriff. Die Herrscher konnten keine absolutistische Herrschaft ausüben, da der Landadel zu einer relativ selbständigen Macht aufstieg. Innere Wirren waren zumeist angesagt, insbesondere bei Thronwechseln sowie schwachen Herrschern. Lediglich der Niedergang des Kalifats bedingte eine ruhigere Phase, wodurch Ostrom wieder aussenpolitisch die Initiative ergreifen konnte. Die späteren Hilferufe im Westen gegen die Seldschuken führten zu den bekannten Kreuzzügen, welche im Endeffekt zu weiteren Konflikten und Unruheherden führten, die in der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer gipfelten. Von dieser Katastrophe konnte das Reich sich nicht mehr erholen, sodass der spätere Niedergang gegen die Osmanen nur noch eine Zeitfrage darstellte.Die Entwicklung Ostroms wird hier auf dem aktuellen Stand der Forschung erklärt. Das Buch ist flüssig geschrieben und ist für jeden historisch Interessierten absolut lesenswert. Andere interessante Werke über das Thema sind die Bücher von Norwich sowie Ostrogorsky.

  • Stephen Ricks
    2018-11-03 17:59

    Impressive!