Read Nennen wir sie Eugenie (Ubuntu - Außenseiterthemen, die alle angehen) by Maria Braig Online

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Dieser Roman beruht auf einer wahren Geschichte Eine junge Frau aus dem Senegal flieht aus ihrer Heimat, weil ihre Liebe zu einer anderen Frau nicht geduldet wird und sie mit einem Mann zwangsverheiratet werden soll Sie flieht nach Deutschland, wo sie Schutz und Hilfe erhofft und um Asyl bittet Sie ger t in die M hlen des Asylverfahrens Anh rung, Unterbringung in einer heruntergekommenen Sammelunterkunft, Residenzpflicht, schlechte Lebensbedingungen aufgrund des Asylbewerberleistungsgesetzes Sie lernt andere Fl chtlingsschicksale kennen und durchlebt alle Facetten menschlicher Gef hle in einer Welt, die ihr zugleich Freiheit verspricht und Ausgrenzung vorlebt Als sie schlie lich abgeschoben werden soll, muss sie eine ganz eigene Entscheidung treffen....

Title : Nennen wir sie Eugenie (Ubuntu - Außenseiterthemen, die alle angehen)
Author :
Rating :
ISBN : 3956670612
ISBN13 : 978-3956670619
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Verlag 3.0 Zsolt Majsai Auflage 1 1 Juni 2014
Number of Pages : 135 Seiten
File Size : 591 KB
Status : Available For Download
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Nennen wir sie Eugenie (Ubuntu - Außenseiterthemen, die alle angehen) Reviews

  • Yvonne
    2018-12-04 12:54

    Nach dem Klappentext hatte ich eigentlich eine Art Biografie erwartet. Bereits auf der ersten Seite erklärt die Autorin jedoch, dass der Geschichte eine reale Grundlage hat, ansonsten aber auf anderen Lebensgeschichten beruht oder erfunden sind. Und genau dieses “erfunden” wertet das Buch für mich leider ein bisschen ab, denn als Leser weiß man nicht, wieviel wahr und wieviel erfunden ist.Natürlich ging mir Eugenies Schicksal nahe. Wem würde es das nicht? Im Senegal verfolgt wegen ihrer sexuellen Orientierung findet sie auch in Deutschland keine wirkliche Aufnahme. Sicher ist es kein Zuckerschlecken, wenn man im eigenen Land verfolgt wird und in ein fremdes Land kommt, dessen Sprache man nicht spricht und dessen Behördenapparat man nicht kennt. In dieser Beziehung gibt es bei uns viel Nachholbedarf, um die Menschen besser zu versorgen, besser zu integrieren.Sehr gut dargestellt wurde die Anspannung in der Eugenie sich die gesamte Zeit über befindet. Es muss schrecklich sein, täglich mit der Angst zu leben, ob man bleiben darf oder wieder abgeschoben wird. Gerade dadurch, dass die Autorin hier fast schon sachlich schreibt, geht die Geschichte noch mehr unter die Haut. Die Geschichte von Eugenie, die täglich vielen Menschen so oder ähnlich passiert regt zum Nachdenken an. Schade ist, dass das Buch recht abrupt endet und man nicht erfährt, was mit Eugenie letztendlich passiert.Von mir gibt es aber nur 3 Sterne, da ich mich damit immer wieder fragte, wieviel Dichtung in dieser Geschichte steckt.

  • Puffy
    2018-12-08 14:28

    Das Buch ist die fesselnde, oft traurige, aber manchmal auch hoffnungsvolle Geschichte einer jungen Frau, deren Liebe zu einer Frau in ihrem Heimatland entdeckt wird. Diese Entdeckung zwingt sie dazu, zu fliehen und findet sich - ohne die Sprache oder andere Menschen zu kennen - in einem Flüchtlingsheim irgendwo in Deutschland wieder.Ihre Gefühle, die Einsamkeit, die Ahnungslosigkeit, wie es weiter geht, sind sehr detailliert erzählt und regen zum Nachdenken an. Auch die Schicksale anderer Figuren lassen den Leser dabei nicht kalt.Die Figuren sind keine Stereotypen und verfügen alle über Schwächen und Stärken, und wirken somit lebendig. Lediglich die Familie im Senegal bleibt blass. Hier hätte ich mir eine differenziertere Darstellung gewünscht, zum Beispiel eine Herausarbeitung, dass in afrikanischen Ländern Homosexualität nicht wegen purer Bösartigkeit, sondern wegen großen Bildungslücken verurteilt wird.Die Situation in Deutschland treibt einem die Tränen in die Augen. Mehr als einmal war ich zutiefst berührt. Immer wieder werden Fakten eingestreut, sodass der Leser, der sich bis zum Lesen des Buches nicht groß damit beschäftigt hat, informiert wird.Ich danke der Autorin dafür, dass sie dieses Buch geschrieben hat, und ich hoffe darauf, dass es sehr viel Aufmerksamkeit erhält, denn ich bin überzeugt davon, dass Menschen durch das Lesen dieses Buches mehr Verständnis für Menschen entwickeln werden, die die Flucht antreten und nun hier gestrandet sind - oft ohne Perspektive.

  • Floh
    2018-11-25 11:39

    Durch eine Empfehlung bin ich zu diesem ganz besonderen Buch gekommen. Auch wenn mir die Thematik zunächst befremdlich erschien, so muss ich nun gestehen, dass die Autorin Maria Braig mit "Nennen wir sie Eugenie" ein sehr bewegendes und tiefsinniges Schicksal zu Papier gebracht hat, eine Geschichte, die das Herz berührt und aufklärt. Ich habe noch nicht allzu oft eine Rezension zu einer wahren Lebensgeschichte verfasst. Ich muss zugeben, dass es mir auch hier wieder einmal nicht leicht fällt, dass Niedergeschriebene und das Verfassen des Erlebten zu bewerten.Zum Inhalt:"Dieser Roman beruht auf einer wahren Geschichte: Eine junge Frau aus dem Senegal flieht aus ihrer Heimat, weil ihre Liebe zu einer anderen Frau nicht geduldet wird und sie mit einem Mann zwangsverheiratet werden soll. Sie flieht nach Deutschland, wo sie Schutz und Hilfe erhofft und um Asyl bittet. Sie gerät in die Mühlen des Asylverfahrens: Anhörung, Unterbringung in einer heruntergekommenen Sammelunterkunft, Residenzpflicht, schlechte Lebensbedingungen aufgrund des Asylbewerberleistungsgesetzes. Sie lernt andere Flüchtlingsschicksale kennen und durchlebt alle Facetten menschlicher Gefühle in einer Welt, die ihr zugleich Freiheit verspricht und Ausgrenzung vorlebt. Als sie schließlich abgeschoben werden soll, muss sie eine ganz eigene Entscheidung treffen."Handlung:In diesem Roman steht die junge Senegalerin Eugenie stellvertretend für viele Schicksale von Flüchtlingen. Jeder hat sein eigenes Erlebtes und Widerfahrendes zu verarbeiten. Eugenies Geschichte beruht auf einer wahren Tortur und einem wahren Leidensweg durch viele Hindernisse behördlicher, familiärer, kultureller und sozialer Art.Die Protagonistin flieht aus dem Senegal, sie liebt eine Frau, und soll aber mit einem ihr versprochenen Mann Zwangsverheiratet werden. Sie erlebt schlimmstes und erleidet seelische und körperliche Gewalt. Sie flieht, will ein neues Leben. Ein Leben in Freiheit, und ohne Angst. Ihr Ziel ist Deutschland. Hier steht sie vor den nächsten Problem, die unsägliche Bürokratie, die schlechten Bedingungen und die unwürdigen Asylbestimmungen. Hier erfährt der aufmerksame Leser, wie es wirklich hinter den Kulissen läuft. Erschreckend. Doch Eugenies Asylantrag wird abgelehnt....Meinung:Ich bin sehr bewegt und auch gerührt. Ich bewundere den Mut und auch den Willen der Autorin, diese Geschichte zu veröffentlichen. Der Fall von Eugenie ist das, was Tag täglich in Deutschland und auf der Welt vielen Menschen widerfährt. Sie stoßen auf Ablehnung, erhalten Gewalt, werden bevormundet und nicht akzeptiert, sie müssen ihr Leben opfern, um ein vielleicht noch schlimmeres Leben zu führen. Die Autorin Maria Braig hat hier sehr schön den Blick hinter die Kulissen gewagt. Sie zeigt den Behördenkrieg, den sozialen Stand, die Tücken der Homosexualität, die Macht der Kultur und den Druck der Familie, die Not des Fliehens und die Hilflosigkeit in einem fremden Land.Maria Braig verarbeitet aber nicht nur Eugenies Schicksal, nein sie hat mit ihrem Roman einen sehr tiefgründigen Denkanstoß gegeben. Sie gibt klare und schonungslose Einblicke in die Emotionen, Gedanken und in Eugenies Seele, schildert Erlebtes, gibt indirekt Tips und Hilfestellung. Sie schreibt sehr klar und verständlich. Man spürt ihr ganzes Herzblut in ihrer Arbeit.Dieses Buch hat mich berührt, informiert und meinen Blickwinkel auch in andere Ecken gelenkt. Ich wurde unterhalten und habe dieses Buch binnen knapp zwei Tagen durchgelesen. Ich kann es nur jedem gerne empfehlen. Es ist nicht nur etwas für Betroffene, nein, dieses Buch sollte und kann von jedem gelesen werden.Die Autorin:"Maria Braig, Jahrgang 1957, lebt in Osnabrück. Sie studierte Germanistik, Theaterwissenschaft, Geschichte und Empirische Kulturwissenschaft. Sie engagiert sich sozialpolitisch (Umwelt- und Freidenspolitik, Asyl- und Menschenrechtsarbeit), so auch für 'One Billion Rising' - Rising for Justice - Aufstehen für das Recht - Aufstehen für Gerechtigkeit."Das Cover:Sehr stimmig zum Inhalt des Buches. Jedoch hätte es nicht meine Aufmerksamkeit erregt. Die braune Farbgestaltung passt toll zur Handlung und zur Herkunft der Protagonistin.Fazit:Eine ganz besondere Empfehlung für Leser, die vielleicht in einer ähnlichen Situation stecken oder auch ganz unverbindlich Interesse an soziale Gesetze und fremde Kulturen haben.