Read Ein Mann der Tat: Roman (Taschenbücher) by Richard Russo Online

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Eigentlich sollte das Memorial Day Wochende fr alle Bewohner von North Barth eine Zeit der Ruhe und Besinnung sein Aber in diesem Jahr ist es, als htte jemand ungebeten die Bchse der Pandora geffnet Chief Raymer, der Leiter der Polizeidirektion, kollabiert auf einer Beerdigung, fllt ins offene Grab und verliert dabei das einzige Beweisstck dafr, dass seine Frau ihn betrogen hat Die Wand eines Gebudes, das der impotente Bauunternehmer Carl errichtet hat, strzt ein Sein ehemaliger Kontrahent Sully hat alle Hnde voll damit zu tun, eine schwere Krankheit vor den Menschen, die er liebt, zu verheimlichen Und zu allem bel ist auch noch eine illegal gehaltene Giftschlange entwichen und irgendwo in den Straen der Kleinstadt an der Ostkste unterwegs.Chief Raymer, dem es eigentlich am liebsten ist, wenn die Dinge so bleiben, wie sie immer waren, wird aktiv Er schreitet zur Tat, um wieder Ordnung in das verheerende Chaos zu bringen Und um dem Mann auf die Schliche zu kommen, der ihn gehrnt hat Aber auch die anderen Bewohner der Stadt mssen an diesem Wochenende Farbe bekennen und von ihren gewohnten Mustern abweichen ...

Title : Ein Mann der Tat: Roman (Taschenbücher)
Author :
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ISBN : B01NBE4VWC
ISBN13 : -
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : DUMONT Buchverlag Auflage 1 18 Mai 2017
Number of Pages : 596 Pages
File Size : 791 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Ein Mann der Tat: Roman (Taschenbücher) Reviews

  • Saisonkäufer
    2018-11-20 09:47

    wie schon zum Vorgängerbuch beschrieben: ein absoluter Lesegenuss für jeden, der es liebt, in einen Kleinstadtkosmos einzutauchen, kunstvoll komponiert aus einer Fülle liebevoll und mit Augenzinkern beschriebenen Charaktere. Es erstaunt fast, dass es so erst wenig Rezensionen für die Bücher eines so großartigen Erzähler gibt. Ist er deutschen Lesern noch unbekannt? Vielleicht auf Grund der sperrigen Titel der deutschen Übersetzungen der Russo Bücher? Oder weil das spektakuläre Geschehen fehlt? In den Geschichten um Sully wird niemand in andere Länder oder gar Kontinente versetzt, schon wer die Stadtgrenzen verlässt, scheidet aus dem Erzählhorizont aus. Alle großen und kleinen Dramen spielen im winzigen Kleinstadtkosmos. Wer das Vorgängerbuch "Ein grundzufriedener Mann" noch nicht kennt, sollte es noch vor diesem lesen, allein schon, um den 10 Jahre jüngeren, draufgängerischen Sully kennen- und lieben zu lernen. Es mangelt auch da nicht an schrägen Situationen udn gestalten, aber Chief Raymer dient da noch eher als Staffage. Die Fortsetzung erfüllt alle Erwartungen: ein überraschend neuer Gesichtswinkel im vertrauten Umfeld. Russo schöpft aus dem Vollen. Ich bin begeistert!

  • Lieber Leser
    2018-11-20 14:43

    Alte Bekannte nach langer Zeit wieder zu treffen kann eine zwiespältige Erfahrung sein. Da gibt es gemeinsame Erlebnisse die man sich freudig in Erinnerung ruft, aber möglicherweise auch Dinge die man nur zu gerne Vergessen würde, die nun aber wieder ans Licht gezerrt werden. Spannende oder lustige neue Geschichten, aber auch alte Kamellen die wieder hervorgekramt werden.So ähnlich ging es mir mit dem vorliegenden Roman. Russo lädt uns wieder nach Bath ein, das bereits in "Ein grundzufriedener Mann" (im Original "Nobodys Fool") Schauplatz der Geschichten um eine Gruppe miteinander verbundener Menschen war. Verbunden durch Verwandtschaft, Liebe, Freundschaft, Arbeit, Abneigung, Ehe, Scheidung, gemeinsamer Vergangenheit etc. Der Leser findet sich also an bekannten Orten, Diners und Kneipen wieder und trifft alte Bekannte.War die Hauptfigur im Vorgänger noch Donald "Sully" Sullivan der sich bemühte "Nobodys Fool" zu sein, hält im Nachfolge Band Polizeichef Raymer die Handlung zusammen. Der war, und sieht sich selbst auch, als "Everybodys Fool", so der Original Titel.Der Handlung mit dem von Selbstzweifeln geplagten Raymer und dessen Versuchen nach dem Tot seiner geliebten Frau mit dem Leben fertig zu werden, während Bath gleichzeitig mit Ereignissen die von seltsam bis grotesk reichen konfrontiert wird, will ich hier nicht weiter vorgreifen. Die Ereignisse sind von Russo jedenfalls einfallsreich erdacht und greifen wie eine gut geölte Maschinerie ineinander. Darüberhinaus sind seine Helden weiter gealtert, was seine Spuren hinterlassen hat. All das könnte, und das ist nicht abwertend gemeint, direkt als Drehbuch für eine hervorragende Serie dienen.Als Serie müsste man aber auf Russos präzise, humorvolle und gewohnt wunderbar zu lesende Prosa verzichten. Seine Erzählstimme ist Teil der Freude an dem schön komponierten Roman. Die Dialoge sind souverän gestaltet und der Autor kann die Sprache unterschiedlicher Milieus und Persönlichkeiten offenbar mühelos zu Papier bringen. Wie im Vorgänger, aber auch bereits in "Diese gottverdammten Träume", ist das Ensemble seiner Figuren der eigentliche Motor der Geschichte. Die so lebensnah geschilderten Persönlichkeiten mit ihren Eigenheiten, die alle eine Geschichte mit sich tragen, sorgen durch ihre Taten und Unterlassungen dafür, dass eine Handlung in Gang gesetzt wird die berührend, spannend, in teilen aber auch grotesk ist. Russo erweckt einmal mehr eine Kleinstadt mit ihren Bewohnern und Problemen zum Leben. Er erzählt kleine Tragödien, ein wenig vom Glück, mit Komik in Dialogen und Handlung. Alles mit leichter Hand erzählt ohne oberflächlich zu sein.Mein Verweis auf den Vorgänger und den Serien Appeal des Romans sind denn auch für Abzüge in der B Note verantwortlich. So gekonnt Russo auch schreibt, Episoden und Menschen feinfühlig, emphatisch aber auch mit dem nötigen Humor beschreibt, so krankt diese Buch doch daran Fortsetzung des Vorgängers zu sein. Wer den kennt, kennt auch bereits alle Figuren der Handlung und kennt vor allem all die Geschichten aus erster Hand, die Russo hier immer wieder als Hintergrundinfo einfließen lässt. Nacherzählungen ist naturgemäß zu eigen genau das zu sein: nacherzählt, statt dabei gewesen zu sein. Wer den ersten Roman nicht kennt erhält also Informationen, die die Lebenssituation und Beziehungen der Figuren zueinander erhellen, wenn auch in geraffter Form. Das liest sich dann so wie sich eine kurze Rückblende im Serien Format ansieht: etwas erzwungen und nachgereicht.Russo geht in diesem Roman auch weiter in Richtung Humor / Groteske. Das ist fraglos gut gemacht, aber zuweilen geht das doch etwas auf Kosten von Tiefgang und dem wohlwollenden Blick auf die Figuren,die den Autor sonst auszeichnen. Hier kommt man nicht daran vorbei das Humor auch mal auf Kosten anderer geht, die vorgeführt werden.Wer also das Vorgängerbuch nicht kennt, sollte das unbedingt zuerst lesen. Wer nur eines von beiden lesen möchte (warum eigentlich?) sollte auch zum Vorgänger greifen, denn es ist kurz gesagt das bessere Buch. Wer wie ich Russo Fan ist, den Vorgänger und anderes vom Autor gelesen hat wird hier nicht enttäuscht, aber wie so oft ist das Bessere der Feind des Guten. Dieser Roman ist gut.

  • Mafölino
    2018-11-16 16:45

    Der 1949 in Johnstown, New York, geborene US-amerikanische Schriftsteller Richard Russo wurde für seinen Roman „Diese gottverdammten Träume“ im Jahre 2002 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Das Buch behandelt am Beispiel der fiktiven Kleinstadt North Bath und derer schrulligen Bewohner den Niedergang des amerikanischen Traums. Die Hölle auf Erden findet sich auch in einem Kaff in der Provinz. In seinem Roman „Ein Mann der Tat“ kehrt Richard Russo zurück nach North Bath. Der Verfall des kleinen Städtchens lässt sich nicht mehr aufhalten. Mit nichts ist hier noch Staat zu machen. Nur der tapfere Bürgermeister will noch an einen Aufschwung glauben. Pustekuchen, da ist nix. Investoren ziehen sich zurück, die Mineralquellen sind schon lange versiegt und der fürchterliche Gestank alter Gerbereien zieht durch die öden Straßen. Nur Donald „Sully“ Sullivan hat es geschafft. Durch eine Erbschaft und viel Glück im Spiel hat es der Siebzigjährige zu Wohlstand gebracht. Davon kann der Polizeichef Douglas Raymer nur träumen. Nach dem Tod seiner Frau sucht er deren Liebhaber. Auch der Bauunternehmer Carl ist vom Pech verfolgt. Die Wände des von ihm errichteten Gebäudes stürzen ein. Der Roman, er spielt an einem einzigen hitzigen Mai-Wochenende rund um den Memorial Day, versammelt gut ein Dutzend Personen. In seinem grandios geschriebenen Roman lässt der Autor seine Charaktere mit all ihren Sorgen und Ängsten, Hoffnungen und Wünschen in der Kulisse einer Kleinstadt aufeinander treffen. Dabei vermischt Richard Russo sehr gekonnt Tragik und Komik. Er geizt nicht mit Wortwitz und zeigt viel Liebe für seine Figuren. Der Roman behandelt die wirtschaftlichen Krisen der maroden Landstriche in den USA. Und wie Menschen ihnen trotzen. Alles eine Komödie? Ja, freilich auch das. Dank an den Autor auch dafür.

  • Christiane Zöchner
    2018-12-11 14:46

    Prinzipiell mag ich Bücher, die von Kleinstädten handeln und dieses Buch zeichnet schön die skurrilen Charaktere der Vorkommenden Personen.Vielleicht kommen etwas zu viele schwer psychisch Kranke darin vor, doch trotzdem ist es unglaublich lustig und zwingt dem/der LeserIn an den seltsamsten Punkten zumindest ein Schmunzeln ab. Allein das Ein- und Ausgraben ist für sich schon lesenswert.