Read Vergessene Seelen: Kriminalroman (Max Heller) by Frank Goldammer Online

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Der dritte Fall fr Max Heller und sein ganz persnlicher AlptraumDresden 1948 Ein heier Sommer, drei Jahre nach Kriegsende Die groe Whrungsreform strzt das besetzte und aufgeteilte Nachkriegsdeutschland in eine Krise Inmitten der mhsamen Wiederaufbauarbeiten bekommt es Oberkommissar Max Heller mit dem Fall eines 14 jhrigen Jungen zu tun, dessen Todesursache vllig unklar ist War es ein Unfall, Mord oder sogar Selbstmord Heller stt bei seinen Ermittlungen auf eine Wand des Schweigens und wird dabei mit seinem ganz persnlichen Albtraum konfrontiert, den er lngst vergessen geglaubt hatte....

Title : Vergessene Seelen: Kriminalroman (Max Heller)
Author :
Rating :
ISBN : B077JVDG8D
ISBN13 : -
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : dtv Verlagsgesellschaft mbH Co KG 22 Juni 2018
Number of Pages : 174 Pages
File Size : 673 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Vergessene Seelen: Kriminalroman (Max Heller) Reviews

  • Sabine Mark-Jugler
    2018-10-17 22:14

    Frank Goldammer hat hier auch wieder packend die Geschichte rund um Max Heller aufgezogen und man kann sich alles bildlich vorstellen, es liest sich flüssig, lässt keine Langeweile aufkommen. Er konnte als Schriftsteller sich auch beim dritten Buch um seine Heldenfigur beweisen und es macht Spaß, die Bücher von ihm zu lesen. Ich kann nur schreiben, weiter so, ein großartiger Schriftsteller aus Dresden.

  • raschke64
    2018-11-04 20:52

    Frank Goldammer ist für mich einer der besten Autoren. Er schafft es auch in seinem 3. Buch um Max Heller, die schwierigen Zeiten nach dem Krieg gut darzustellen. Als Dresdner erkennt man viele Örtlichkeiten wieder. Der Fall selbst ist nachvollziehbar und zeitgemäß. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

  • Thorsten Sengeisen
    2018-11-01 17:58

    Gutes Buch mit einer spannenden Kriminalgeschichte zu einer interessanten Zeit kurz nach den 2.Weltkrieg. Freue mich schon auf das nächste Buch um Kommissar Heller .

  • hasirasi2
    2018-10-17 17:58

    „Das Laub raschelte sommerlich leise im Wind, was aber nicht darüber hin wegtäuschen konnte, dass tausendfach das Klingen von Hämmern auf Ziegelsteinen wie ein hartnäckiger Tinnitus über der Stadt lag.“ (S. 6)Sommer 1948 in Dresden. Es ist unerträglich heiß. Der Krieg ist seit 3 Jahren vorbei aber die Stadt liegt noch immer weitgehend in Trümmern. Auch Karin, die Frau von Oberkommissar Max Heller, gehört zu den Trümmerfrauen, welche die alten Wunden ihrer Heimat beseitigen, damit sie neu aufgebaut werden kann.Heller wird zu einer Baustelle gerufen, auf der ein toter Junge gefunden wurde. Ist der vielleicht vom Kran gestürzt? Aber äußere Verletzungen fehlen. Als Heller ihn sich genauer anschaut, ist er entsetzt. Der Junge hat unzählige blaue Flecken in verschiedenen Stadien, ist eindeutig über längere Zeit misshandelt worden! Doch seine Eltern und Brüder sind seltsam ungerührt, als sie von seinem Tod erfahren. Auch die Mitschüler und der Lehrer wussten angeblich von nichts. „Es gibt keine Menschlichkeit mehr.“ (S. 312).Der Fall, die Kindesmisshandlung, reißt bei Heller alte Wunden auf. Sein Gewissen quält ihn – wegen damals. Was genau „damals“ war, erfährt man nur Stück für Stück und andeutungsweise. Verwunden hat er es nie.Schnell wird klar, dass der Junge zu einer Bande gehörte, die in illegale Geschäfte verwickelt ist. Aber wer steckt dahinter? Verdächtig sind eigentlich alle in den Fall Involvierten. Aber niemand redet.Außerdem muss sich Heller mit seinem Sohn Klaus auseinandersetzen. Der gehört zur politischen Polizei und will seinem Vater den Fall entziehen. Vater und Sohn entfernen sich nicht nur politisch immer mehr voneinander. Klaus ist ein sogenannter 100%iger, heißt alles gut, was die sowjetischen Besatzer machen. Schließlich haben die Deutschen ihnen im Krieg Unsägliches angetan. Dass sein „Verein“ immer mehr an die Nazis erinnert, will er nicht einsehen.Immer mehr Menschen verschwinden nach „Drüben“. Die Gerüchte mehren sich, dass die westlichen Besatzungsmächte ihre Zonen abriegeln. Die D-Mark wird eingeführt und die Angst vorm nächsten Krieg wächst.Und dann ist da noch die Angst um Annie, das Pflegekind, das Max und Karin aus dem Kinderheim aufgenommen haben. Sie spricht kaum und hat jede Nacht Albträume – was hat sie erleben müssen?Frank Goldammer webt auch in „Vergessenen Seelen“ wieder eine sehr dichte Atmosphäre, aufgeladen wie das Wetter. Menschliche Abgründe tun sich auf und Wut entlädt sich wie die kräftigen Gewitter. Heller hetzt über Trümmerberge und durch Ruinen, scheint immer einen Schritt hinterherzuhinken. Weitere Beteiligte sterben, er gerät selbst in Lebensgefahr. „Noch immer tötet dieser Krieg, obwohl er längst vorbei ist.“ (S.138)Der Fall ist mir extrem zu Herzen gegangen und hat mich bis zuletzt in Atem gehalten. Immer wieder bringt er neue Verdächtige und Tatmotive und am Ende ist klar – wohl niemand war damals ohne Schuld. Auch Max Heller nicht.Als Dresdnerin kenne ich die Straßen und Plätze sehr genau und bin immer wieder fasziniert, wie umfassend der Autor für seine Bücher recherchiert und was er alles einfließen lässt.Diese Woche, genau 70 Jahre nach dem Handlungszeitpunkt des Buches, erheben sich wieder rote Ziegelnebelschwaden und Hämmern über das heiße Dresden. Alte Ziegelbauten müssen für die Hafencity weichen und die Stimmung des Krimis wird sofort greifbar.Mein Fazit: Unbedingt Lesen und dem nächsten Band im Dezember entgegenfiebern!

  • Seite für Seite
    2018-10-14 22:08

    Auch der dritte Band der Reihe hat mir wieder gut gefallen. Ich mag die Personen, insbesondere den aufrechten Kommissar, der dennoch einen dunklen Fleck in seiner Vergangenheit hat. Die ganze Stimmung Dresdens in der Nachkriegszeit ist perfekt eingefangen - so kann es sich für die angefühlt haben, die diese Zeit erlebt haben. Der Schreibstil ist durchgängig flüssig und gut lesbar, wenn auch nichts Herausragendes.Dennoch habe ich lange überlegt, ob ich dem Buch 3 oder 4 Sterne geben soll. Das liegt vor allem daran, dass ich mir einfach mehr Spannung gewünscht hätte, die leider erst im letzten Drittel aufkam. Für mich ist "Vergessene Seelen" mehr Roman als Krimi, mehr Zeitporträt als Spannungsliteratur. Habe mich dann für 4 Sterne entschieden, da ich mich im Großen und Ganzen gut unterhalten gefühlt habe.

  • €nigma
    2018-10-14 18:20

    Zum InhaltInzwischen sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs drei Jahre vergangen, doch den Menschen in Dresden in der sowjetischen Besatzungszone geht es nicht wesentlich besser als zuvor. Noch immer liegt ein Großteil der Stadt in Schutt und Asche, die sogenannten Trümmerfrauen versuchen, Steine abzutragen, damit diese für den Wiederaufbau genutzt werden können und für Lebensmittel gibt es immer noch Lebensmittelkarten und Rationierung. Familien haben ein hartes Leben, die Familienväter sind teilweise im Krieg gefallen, andere sind zwar zurückgekommen, sind aber schwer traumatisiert und deshalb nicht mehr die liebevollen Männer, die sie vor dem Krieg einmal waren. Ein solcher Fall ist Karl Utmann, der seit der Heimkehr aus dem Krieg seine Frau Alma und seine Kinder in alkoholisiertem Zustand regelmäßig schwer misshandelt. Als sein ältester Sohn, der vierzehnjährige Albert, tot aufgefunden wird, können Max Heller und seine Kollegen einen Suizid nicht ausschließen. Konnte der Junge das von Gewalt geprägte Familienleben nicht mehr ertragen?Andererseits ergeben die Ermittlungen Hinweise darauf, dass Albert einer Bande von Jugendlichen angehörte, die - möglicherweise unter Anleitung erwachsener Straftäter – einen Handel mit gestohlenen Lebensmittelkarten und Medikamenten betrieben. Als zwei weitere Jugendliche bei der absichtlich herbeigeführten Detonation eines Blindgängers ums Leben kommen, wird die Theorie von der kriminellen Jugendbande relevanter, doch der Fall wird noch komplizierter, als sich herausstellt, dass es auch beim Unfalltod des Vaters eines der Jugendlichen nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann.BeurteilungDer Fall um die „Vergessenen Seelen“ wird in stetig verlaufenden, logisch aufgebauten Ermittlungsschritten dargestellt, der Roman ist nicht von hoher Spannung gekennzeichnet, aber in der Schilderung des Lebens im Dresden der Nachkriegszeit äußerst atmosphärisch und eindrücklich. Die Charakterausarbeitung des Protagonisten ist gut differenziert, Heller ist ein integrer Mann, aber nicht ohne Schwächen; auch in seiner Vergangenheit gibt es einen dunklen Fleck, der ihm durch die gegenwärtigen Ermittlungen wieder verstärkt ins Bewusstsein rückt. Sein berufliches Leben ist in gewisser Weise mit seiner Familiengeschichte verknüpft, er gerät bei diesem Fall in Konflikt mit seinem Sohn Klaus, der glühender Sozialist und quasi ein Kollege seines Vaters ist. Sein älterer Sohn Erwin lebt in Köln und schickt seinen Eltern Geld und Lebensmittel, besonders Hellers Frau Karin vermisst ihn und ist beunruhigt über die Gerüchte, dass der Ost- und der Westsektor Deutschlands getrennt werden könnten. Außerdem fürchtet Karin, dass die Behörden ihnen die kleine Anni wegnehmen könnten, die sie und Max drei Jahre zuvor als Pflegekind angenommen haben, denn es melden sich immer wieder Menschen beim Jugendamt, die während der Flucht kurz vor Kriegsende von ihren Kindern getrennt worden waren und die nun auf der Suche nach diesen sind.Durch diesen gründlich ausgestalteten zeitgeschichtlichen Hintergrund könnte man das Buch ebenso gut unter „Romane/Erzählungen“ einsortieren wie unter „Kriminalromane“, auch wenn zum Ende hin durch eine ergänzende Wende im Handlungsverlauf noch einige Spannung aufkommt.Ein Glossar im Anhang gibt Erläuterungen zu Abkürzungen und einigen russischen Ausdrücken.FazitEine gelungene Fortsetzung der Reihe um Max Heller, die erneut durch eine ebenso anschauliche wie eindrucksvolle Schilderung der Nachkriegsjahre in Dresden überzeugt!